Weilheim und Umgebung

Kreisstraße: Sanierung in Etappen

Infrastruktur Zwischen Ohmden und Schlierbach wird ab dem kommenden Frühjahr gebaut – zunächst allerdings nur außerhalb des Waldes. Von Bianca Lütz-Holoch

Radeln auf der Kreisstraße? Damit ist bald Schluss. Im Frühjahr beginnen zwischen dem Kreisel in Ohmden und dem Waldrand die Bau
Radeln auf der Kreisstraße? Damit ist bald Schluss. Im Frühjahr beginnen zwischen dem Kreisel in Ohmden und dem Waldrand die Bauarbeiten an Straße und Radweg.Archiv-Foto: Carsten Riedl

Es gibt eine gute Nachricht: „Im Frühjahr wollen wir mit der Sanierung der Kreisstraße zwischen Ohmden und Schlierbach beginnen“, kündigt Maik Schulz, kommissarischer Leiter des Straßenbauamts des Landkreises Esslingen, an. Allerdings wird nicht gleich - wie eigentlich geplant - auf der gesamten Strecke gebaut: „Wir starten mit dem Teilstück zwischen dem Kreisverkehr in Ohmden und dem Waldrand“, so Schulz. Der Grund: „Dieser Bereich ist im Hinblick auf den Naturschutz unsensibel.“

Noch bis vor wenigen Tagen war unklar gewesen, ob es überhaupt schon in absehbarer Zeit mit den Bauarbeiten an der Kreisstraße 1203/1420 zwischen Ohmden und Schlierbach losgehen kann. Denn wie im Oktober bekannt wurde, reichen die Gutachten, die das Straßenbauamt hatte erstellen lassen, den Naturschutzbehörden noch nicht aus. „Für den Wald müssen noch weitere Arten untersucht werden“, sagt Maik Schulz. Das geschehe aber, während auf der Strecke außerhalb des Waldes schon gebaut wird. Darauf haben sich Vertreter des Straßenbauamts und der Naturschutzbehörden der Landkreise Esslingen und Göppingen sowie des Regierungspräsidiums vergangene Woche geeinigt.

Ursprünglich anders geplant

Geplant gewesen war ursprünglich, in diesem Herbst mit den Baumrodungen im Wald zu beginnen. Die sind erforderlich, weil die Straße verbreitert wird, Kurven entschärft werden und parallel dazu noch ein Geh- und Radweg entsteht. Diese vorbereitenden Arbeiten verzögern sich jetzt aufgrund der fehlenden Gutachten. Weil die offizielle Rodungszeit im Februar endet und erst im Oktober wieder beginnt, können die Bäume aller Voraussicht nach erst im Herbst nächsten Jahres gefällt werden.

Mit den eigentlichen Bauarbeiten will das Straßenbauamt aber beginnen wie vorgesehen. Ziel war gewesen, im Frühjahr 2018 mit der Sanierung der Straße und dem Bau des Radwegs zu beginnen. Da allerdings hätten die Baumrodungen schon längst abgeschlossen sein sollen. Ende 2018 - so hatte es ursprünglich geheißen - werde die Straße wieder befahrbar sein. Für 2019 waren nur noch noch kleinere Restarbeiten vorgesehen. Ob sich nun die komplette Maßnahme nach hinten verschiebt, dazu möchte sich Maik Schulz noch nicht äußern. „Das lässt sich schwer abschätzen“, sagt er. „Einen genauen Zeitplan müssen wir zuerst noch mit den Bauleitern zusammen erarbeiten.“ Klar ist, dass die Straße für die Zeit der Bauarbeiten voll gesperrt werden muss.

Der Bürgermeister ist stutzig

Ohmdens Bürgermeister Martin Funk würde es begrüßen, wenn es mit einem Baubeginn im Frühjahr klappen würde. Stutzig macht ihn jedoch, dass das Landratsamt Esslingen in der Sache immer noch nicht auf die Gemeinde Ohmden zugekommen ist. „Die Grundstücksverkäufe sind noch nicht abgeschlossen“, gibt er zu bedenken. Auch gebe es immer noch keine Kostenvereinbarung zum Geh- und Radweg. „Ich würde schon gerne mal wissen, was finanziell auf Ohmden zukommt“, so Funk.

Schon seit Jahren ist die Kreisstraße 1203/1420 mit ihrem holprigen Belag und den ausgefransten Banketten Thema in Ohmden und Schlierbach. Neben deren Sanierung wurde auch um den Bau eines separaten Geh- und Radwegs gekämpft. Grünes Licht dafür gaben die Landkreise Esslingen und Göppingen bereits im Herbst 2014. Im Frühjahr 2016 sagte das Land zu, das Projekt zu fördern.

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