Weilheim und Umgebung

Kreisstraße und Radweg: Historie und Zahlen

Hintergrund Seit vielen Jahren ist die Kreisstraße zwischen Ohmden und Schlierbach marode: Sie besteht aus Platten, der Belag ist wellig und die Bankette abgerutscht. Ein Geh- und Radweg fehlt komplett: Autos, Laster und Radler und Fußgänger müssen sich die schmale Straße teilen.

Die Anfänge 2013 hört das Landratsamt die Gemeinden Ohmden und Schlierbach erstmals zum Thema Kreisstraße 1203 und 1420. Ohmdens Bürgermeister Martin Funk und Schlierbachs Bürgermeister Paul Schmid fordern, dass bei einem Straßenausbau wegen der Gefahren für Radfahrer auch ein separater Geh- und Radweg entstehen muss.

Bürgerinitiative Ein Jahr später werden Gemeinderäte, Verwaltung und Bürger ungeduldig, weil sich nichts tut. Dazu kommt, dass Naturschützer sich wegen des Flächenverbrauchs gegen den Bau eines Radwegs aussprechen. Im Sommer 2014 gründet sich eine Bürgerinitiative, die sich für die Straßensanierung und vor allem den Bau eines Geh- und Radwegs einsetzt.

Zustimmung Im Oktober 2014 stimmen die Landkreise Göppingen und Esslingen der Sanierung der Straße zu - auch der Radweg erhält grünes Licht.

Förderung Im Frühjahr 2016 kommt der Bescheid: Das Land sagt zu, den Ausbau der Straße und den Bau des Radwegs etwa zur Hälfte, also mit 883 000 Euro, zu fördern. Insgesamt sind zu dem Zeitpunkt 1,4 Millionen Euro im Kreis Esslingen und 0,85 Millionen im Kreis Göppingen für die Maßnahme veranschlagt. Aktuell spricht Thorsten König schon von zwei Millionen Euro auf Esslinger Seite. Die Gemeinde Ohmden muss sich zwar nicht an den Kosten für die Straßensanierung, aber mit etwa 25 Prozent am Bau des Radwegs beteiligen. bil

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