Weilheim und Umgebung

Kröten-Graben schon beschädigt

Unfall Bei Glatteis kam ein Opel-Fahrer in der Linkskurve nach den Lindenhöfen bei Ohmden ins Schleudern und landete auf der Seite.

Ohmden - Schlierbach, Unfallstelle, bei den Lindenhöfen
Ohmden - Schlierbach, Unfallstelle, bei den Lindenhöfen

Ohmden. Fast auf den Tag genau ist einen Monat später das passiert, was die Anwohner schon vor der Eröffnung der sanierten K 1203 zwischen Ohmden und Schlier­bach am 16. Dezember orakelt hatten: Es sei nur eine Frage der Zeit, bis der erste Verkehrsteilnehmer im Graben landet. In dem speziellen Fall: im Kröten-Graben. Dabei handelt es sich um eine Amphibienleiteinrichtung aus Beton-Fertigteilen. Diese nach oben offenen Tunnel sollen die geschützten Tiere im Frühjahr sicher zu ihren Laichplätzen bringen.

Jetzt ist es also geschehen. Ein 20-jähriger Opel-Fahrer war vom Kreisverkehr Ohmden in Richtung Schlierbach unterwegs. Für die Witterung zu schneidig unterwegs, passierte er zwar noch unbeschadet die Lindenhöfe, scheiterte aber wegen Glatteis an der folgenden Linkskurve. Laut Polizei versuchte er noch gegenzulenken, querte dabei aber die Gegenfahrbahn und kippte schließlich auf die Seite. Dabei durchbrach er das Kröten-Bauwerk. Der Autofahrer blieb unverletzt, sein Opel musste jedoch abtransportiert werden.

Die kurvenreiche Strecke verleitet regelmäßig Möchtegern-Rennfahrer zum schnellen Fahren, wie die Anwohner hören und sehen können. Zwei Außenreitplätze gibt es bei den Lindenhöfen, und damit in der unmittelbaren Nachbarschaft zur Kreisstraße. Dort halten sich Pferdebesitzer regelmäßig und länger auf, und sie registrieren so zwangsläufig das Verkehrsgeschehen. „Schon vor der offiziellen Eröffnung der Straße ging es mit der Raserei los. Es sind zwar Ausnahmen, aber laute Motoren sind immer wieder zu hören“, erklärt ein Pferdebesitzer. Nicht nur er wundert sich, weshalb es nach dem Kreisverkehr keine Geschwindigkeitsbegrenzung gibt.

Das zuständige Straßenbauamt will zunächst erst schauen, wie sich die Situation entwickelt. Tempo-50-Schilder sind aus Sicht der Mitarbeiter nicht notwendig, da die kurvenreiche Straßenführung kein schnelles Fahren zulässt. Erst vor der scharfen Rechtskurve kurz vor dem Wald werden die Autofahrer auf 50 Stundenkilometer heruntergebremst, da es dem frischen Belag noch an der Griffigkeit fehlt. Iris Häfner

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