Weilheim und Umgebung

Löschatlas für die Ohmdener Feuerwehr

Brandschutz Ohmden ist gut mit Löschwasser versorgt. Für die wenigen Prob­lemzonen liegt nun ein Konzept vor.

Ohmden. „Wir haben ein paar Schwachstellen“, fasst Ohmdens Bürgermeister Martin Funk zusammen: „Trotzdem ist die Gemeinde gut mit Löschwasser versorgt.“ Das Ingenieurunternehmen RBS Wave, eine EnBW-Tochter, hat für die Kommune ein neues Löschwasserkonzept ausgearbeitet. Aufgeführt sind darin sämtliche Hy­dranten in Ohmden samt ihrer Leistungsfähigkeit. Die meisten genügen den Anforderungen. Nur in wenigen Straßen gibt es Engpässe - in der Regel allerdings auch nur dann, wenn ein Worst-Case-Szenario eintritt: „Man muss vom Gesetz her immer davon ausgehen, dass es heiß ist, es wenig Wasser gibt, die Leute gerade viel verbrauchen und dann noch ein Brand dazukommt“, erläutert Ingenieur Dr. Esad Osmancevic.

Auf Basis des Konzepts kann die Feuerwehr Ohmden nun einen Löschatlas erstellen, der künftig in allen Fahrzeugen griffbereit ist. Er soll aufzeigen, welche Hydranten in Ohmden im Ernstfall nicht benutzt werden dürfen und welche nahe gelegenen Wasserstellen stattdessen angezapft werden können.

Probleme mit dem Wasserdruck gibt es beispielsweise bei den Lindenhöfen, im Mittleren Weg, in der Kronenstraße und ganz besonders in der Carl-Scheufelen-Straße. „Wir wissen jetzt dank des Konzepts, wie wir uns behelfen können und werden dort künftig gezielt Übungen machen“, kündigt Feuerwehrkommandant Manuel Kaimer an.

Auch die Gemeinde wird ihren Teil dazu tun, um die Löschwassersituation zu verbessern. Dort, wo es Probleme gibt, wird sie bei anstehenden Straßensanierungen größere Wasserrohre einbauen lassen. Eilig ist das nicht. „Man muss deswegen nicht auf die Schnelle die Straßen aufreißen“, betonen Esad Osmancevic und Manuel Kaimer unisono.

Bianca Lütz-Holoch

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