Weilheim und Umgebung

Marquard war als Patriarch der große „Star“ der Familie

Neuerscheinung Bernhard Niemela hat die Geschichte der Randecker akribisch erforscht und seine Ergebnisse in einem lesenswerten Buch zusammengetragen. Von Andreas Volz

„Randeck“ lebt zumindest als Name fort. Bernhard Niemela präsentiert am Weilerschild sein Buch über die Ritter von Randeck, das
„Randeck“ lebt zumindest als Name fort. Bernhard Niemela präsentiert am Weilerschild sein Buch über die Ritter von Randeck, das unter anderem mit farbigen Bildern aufwarten kann. Foto: Markus Brändli

Randeck - das klingt nicht gerade nach der großen weiten Welt, eher nach einem Eck am Rand der Welt. Trotzdem konnten sich die Ritter von Randeck, die aus einer kleinen, eigentlich unbedeutenden Adelsfamilie am Rand der Schwäbischen Alb stammten, schon frühzeitig einen großen Namen machen. Das lag am „Star der Familie“. Sein Name war Marquard. Aber der Name als solcher tut wenig zur Sache, denn in den sechs Generationen, die die Familie hervorgebracht hat, gab es fast immer einen, der Marquard hieß. Andere wiederkehrende ...

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Randecker, Tecker, Reußenstein und die „Vetterleswirtschaft“

Vorläufer der Tecker: Die Randecker hatten kurzfristig auch die Herrschaft über Mindelheim inne, wie wenige Jahre nach ihnen die Tecker. Eine weitere Parallele: Der letzte Tecker - Ludwig - wurde 31 Jahre nach Marquard ebenfalls Patriarch von Aquileia.

Der Reußenstein war auch einmal im Besitz der Randecker. Bernhard Niemela ist nun der Nachweis gelungen, dass die Familie Reuß den „Stein“, wie er damals noch ohne Zusatz hieß, 1371 an den Patriarchen Marquard von Randeck verkauft hat. Der wiederum schenkte ihn 1376 seinem Großneffen Konrad. „Das ist eine Neuheit - und lokalhistorisch sehr interessant“, sagt Bernhard Niemela.

Nepotismus ist ein Fachausdruck für „Vetterleswirtschaft“ in kirchlichen Kreisen. Auch der Patriarch Marquard hat seine Verwandtschaft unterstützt. Seine Neffen waren Juristen, die in Italien studiert hatten, oder auch Söldnerführer. Bernhard Niemela: „Im Patriarchat herrschten bei seiner Ankunft bürgerkriegsähnliche Zustände. Da musste er wissen, auf wen er sich verlassen konnte.“ vol