Weilheim und Umgebung

Mehr Platz für Brummis

Der Autobahnparkplatz „Urweltfunde“ soll umgebaut und erweitert werden

Der Autobahnparkplatz „Urweltfunde“ zwischen Aichelberg und Kirchheim wird umgebaut. Ziel ist, mehr Parkplätze für Lastwagen zu schaffen.

Die Ausfädelspur zum Autobahnparkplatz „Urweltfunde“ wird nach Osten rücken - ebenso wie die gesamte Anlage. Foto: Carsten Riedl
Die Ausfädelspur zum Autobahnparkplatz „Urweltfunde“ wird nach Osten rücken - ebenso wie die gesamte Anlage. Foto: Carsten Riedl

Aichelberg. Immer mehr Lastwagen sind auf den Autobahnen unterwegs – und immer mehr Lastwagenfahrer brauchen vor allem abends und nachts einen Parkplatz, um ihre gesetzlich vorgegebenen Ruhepausen einhalten zu können. Allerdings wird es viel zu oft eng. Das hat das Bundesverkehrsministerium bereits 2008 in einer deutschlandweiten Erhebung festgestellt. Seither treiben Bund und Länder den Ausbau von Autobahnrastplätzen voran – auch rund um die Teck.

So war im vergangenen Jahr der Autobahnparkplatz „Im Rübholz“ an der A 8 bei Lindorf umgebaut worden. Jetzt soll der Parkplatz „Urweltfunde“ an der A  8 zwischen Aichelberg und Kirchheim in Fahrtrichtung Karlsruhe folgen. „Die Anlage wird nach Nordosten hin erweitert und neu geordnet“, informiert das Regierungspräsidium Stuttgart (RP).

Dazu rückt die Ausfädelspur ein Stück Richtung Osten, also näher an Aichelberg heran. Das bestehende WC-Gebäude wird abgerissen, 30 Meter weiter östlich entsteht ein neues. „Darüber hinaus werden die Pkw-Stellplätze verlegt, um Platz für weitere Lkw-Stellplätze zu schaffen“, so das RP. Statt 28 Brummi-Stellplätzen soll es künftig 49 Parkplätze für Lastwagen geben. „Hierdurch soll der Überlastung der Anlage entgegengewirkt werden.“ Denn vor allem nachts fehlen Parkplätze für Lastwagen. Ziel ist, dass die Fahrer Lenk- und Ruhezeiten besser einhalten können und sich dadurch die Verkehrssicherheit erhöht. Auch an Lärmschutz ist gedacht: „Es soll eine Lärmschutzwand errichtet werden“, heißt es seitens des Regierungspräsidiums.

Die Zahl der Parkmöglichkeiten für Autos wird dagegen von 33 auf 15 reduziert. Zusätzlich wird es noch zwei Behindertenstellplätze geben. Vorgesehen ist auch, dass der Lastwagen- und der Pkw-Bereich künftig räumlich getrennt sind.

Rund 3,8 Millionen Euro investiert der Bund in den Umbau. Wann die Arbeiten beginnen, steht laut Regierungspräsidium noch nicht fest. Klar ist jedoch, dass die Rastanlage während der rund neunmonatigen Bauzeit gesperrt wird.

Weil die Erweiterung der Anlage einen Eingriff in die Natur darstellt, sind Ausgleichsmaßnahmen geplant. Unter anderem werden nicht mehr benötigte Straßen- und Parkflächen wieder in Grünflächen umgewandelt. Außerdem vorgesehen sind „die Umwandlung von Acker in extensives Grünland sowie die Ansaat von Rasen und die Pflanzung von Hecken und Bäumen.“

Übrigens: Mit dem Bau der Schnellbahntrasse hat die Maßnahme nichts zu tun – ganz im Gegenteil zur Parkanlage „Vor dem Aichelberg“ auf der Südseite der Autobahn. Dort wird gerade ein Tunnel für den ICE gebaut.

Wer sich für die Pläne interessiert, kann sie vom 20. Juni bis zum 19. Juli auf den Rathäusern in Weilheim, Aichelberg, Gruibingen und Zell einsehen. Bis zum 2. August dürfen betroffene Bürger Einwendungen erheben. Auch auf der Homepage des RP www.rp-stuttgart.de gibt es Einblicke in das aktuelle Planfeststellungsverfahren.

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