Weilheim und Umgebung

Millionenzuschuss für die Schulturnhalle in Weilheim

Bauprojekt Die Stadt Weilheim erhält vom Bund 2,25 Millionen Euro Fördermittel.

So soll die neue Schulturnhalle aussehen. Erst wenn sie in Betrieb geht, wird die alte Halle abgerissen. Visualisierung: Datscha + EH2A Architekten

Weilheim. Für den geplanten Neubau der Schulturnhalle an der Limburg-Grundschule erhält die Stadt Weilheim einen Zuschuss in Rekordhöhe: 2,25 Millionen Euro stellt der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestags bereit. „Das ist der höchste Zuschuss für ein Einzelvorhaben in der Geschichte der Stadt,“ ordnet Bürgermeister Johannes Züfle den Geldsegen freudig ein. Für den geplanten Neubau der Schulturnhalle sind im Haushalt bislang lediglich 480 000 Euro Landeszuschuss eingestellt. Eine Doppelförderung ist nicht zulässig. „Doch diesen Tausch nehmen wir gerne in Kauf, denn damit hat sich das zugeschossene Kapital fast verfünffacht“, so Züfle.
Der Bauantrag für den Neubau der Turnhalle mit Photovoltaik-Anlage auf dem Dach wurde Ende 2020 nach Gemeinderats-Beschluss eingereicht. Die Gesamtkosten für das Projekt werden voraussichtlich bei knapp sechs Millionen Euro liegen. Damit decken die Fördermittel mehr als ein Drittel der Investitionen ab. Geplant ist, 2022 mit dem Bau der Halle zu beginnen. Die alte Turnhalle bleibt so lange in Betrieb, bis die neue Halle fertig ist.
Mit den 2,25 Millionen Euro erhält die Stadt Weilheim ein verhältnismäßig großes Stück vom großen Kuchen. Insgesamt 400 Millionen Euro gibt der Bund im Rahmen des Konjunktur- und Krisenbewältigungspakets frei. Begünstigt werden über 200 kommunalen Projekte aus dem Programm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“.
Johannes Züfle ist überzeugt: „Das ist ein riesiger Erfolg für Weilheim. Ganz offensichtlich haben wir bei der Bewerbung mit einem wohldurchdachten Konzept und einer städtebaulich wie architektonisch ansprechenden Planung gepunktet. Das Festhalten an dieser Großinvestition trotz finanziell angespannter Lage hat sich ausgezahlt.“ Möglich wurde der Zuschuss durch die intensive Zusammenarbeit mit den vier Bundestagsabgeordneten im Wahlkreis Nürtingen Renata Alt (FDP), Matthias Gastel (Grüne), Michael Hennrich (CDU) und Dr. Nils Schmid (SPD). pm
 


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