Weilheim und Umgebung

Müll im Wald kommt Bürger teuer zu stehen

Ohmden hat Probleme mit Umweltsündern – Förster bittet Spaziergänger um Mithilfe

Immer wieder gibt es im ­Ohm­dener Wald Probleme mit Müll. Nun hat ein Unbekannter sogar seinen Bauaushub dort abge­laden. Um solche Umweltsünder leichter schnappen zu können, bittet Revierförster Markus König um Hilfe aus der Bevölkerung.

Ohmden. Hausmüll, alte Waschmaschinen, Schutt und Couchgarnituren findet Revierförster Markus König immer wieder im Wald. „Ohmden ist da besonders betroffen“, sagt er. Das liege daran, dass es insbesondere rund um die Kreuzeiche gut anfahrbare und trotzdem uneinsehbare Waldstücke gebe. „Da fahren die Leute abends hin, machen den Kofferraum auf und schmeißen das Zeug raus“, beobachte er schon des Öfteren. Häufig sei der Müll zwar schon in Säcke verpackt, manchmal müsse man ihn aber auch noch zusammenklauben. In jedem Fall müsste der Müll entsorgt werden. Als weiteres Problemgebiet identifiziert Ohmdens Bürgermeister Martin Funk das Wäldchen in Richtung Zell. „Da laden die Leute immer mal wieder Müll ab, vor allem alte Haushaltsgeräte“, so Funk. All das ist aus Sicht von Forst und Kommune schon ärgerlich genug. „Der Gemeinde Ohmden und damit auch dem Steuerzahler entstehen in schöner Regelmäßigkeit Kosten“, sagt Markus König.

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Noch schlimmer kam es jetzt allerdings vor wenigen Wochen. „Da hat jemand seinen Bauaushub im Ohmdener Wald abgeladen“, berichtet Markus König. Der Erdberg habe nicht einmal am Waldrand gelegen, sondern mittendrin, zum Teil sogar auf einem Weg. „Da muss jemand mit einem kleinen Pritschen-Lastwagen oder einem ähnlichen Fahrzeug 500 Meter in den Wald reingefahren sein, um seinen Erdaushub abzuladen“, sagt er ungläubig und fügt hinzu: „Das ist eine ganz neue Qualität illegaler Entsorgung.“ So leicht wie Müllsäcke habe sich die Erde dann auch nicht beseitigen lassen: „Ich musste ein Unternehmen beauftragen, den Aushub wegzubaggern und auf eine Erddeponie zu bringen.“ Die Kosten dafür musste die Gemeinde Ohmden übernehmen.

„Wir haben großes Interesse da­ran, solche Umweltsünder zu schnappen“, sagt der Revierförster. Dazu sei er aber auf die Hilfe von Spaziergängern, Radlern und anderen Waldbesuchern angewiesen: „Leute, die so etwas sehen, sollten sich bitte bei der Gemeinde, dem Forst oder der Polizei melden.“

Die Kreuzeiche ist beliebt - nicht nur bei Ausflüglern, sondern auch bei Leuten, die ihren Müll in der Natur abladen. Zuletzt wu
Die Kreuzeiche ist beliebt - nicht nur bei Ausflüglern, sondern auch bei Leuten, die ihren Müll in der Natur abladen. Zuletzt wurde im Ohmdener Wald sogar Bauaushub entsorgt (kleines Foto). Fotos: Carsten Riedl und Michael Rückschloß