Weilheim und Umgebung

Naturkindergarten am Pliensbach?

Pädagogik Die Gemeinde Zell will ihr Angebot für Kinder erweitern. Drei Standorte stehen zur Auswahl.

Das Pliensbachtal punktet mit seiner idyllischen Lage.
Das Pliensbachtal punktet mit seiner idyllischen Lage. Foto: Staufenpress

Zell. Das Pliensbachtal bei Zell unterm Aichelberg ist ein Kleinod. Das Bachtal mit den Streuobstwiesen und dem alten Festplatz ist jetzt ein Kandidat für einen Naturkindergarten. Einen solchen möchte die Gemeinde anbieten, für gleich 20 Kinder. „Wir möchten unser pädagogisches Angebot im Kindergarten erweitern“, erläuterte Bürgermeister Christopher Flik im Gemeinderat. In Zell sind die Geburtenzahlen deutlich gestiegen. Hinzu kommen Zuzüge und die Vorverlegung des Einschulungsstichtags, die mehr Plätze erfordern. Beim Platzangebot im Kindergarten bestehe Handlungsbedarf, stellt der Schultes fest. Zell ist in der glücklichen Lage, gleich drei Standorte zur Auswahl zu haben.

Im Gemeinderat kam man auch auf den Zeller Berg und auf die Flur nördlich des neuen Baugebiets am Fliederweg, Richtung Hattenhofen. Letzteres wäre ortsnah, was aber auch ein Nachteil sein könnte, befand Bürgermeis­ter Flik - ein Naturkindergarten könnte Anwohner stören. Am Zeller Berg wiederum wäre die Landesstraße mit ihrem Lärm recht nahe. Am Pliensbach wäre vieles gegeben: Die Gemeinde hat Fläche rund um den alten Festplatz, es gibt dort Strom, Wasser und Kanalisation. Die Kinder hätten dort einen bunten Blumenstrauß an Natur, stellt der Schultes fest. Nachteile gäbe es auch: Bis zu 20 Kinder würden durch Pliensbach hin- und zurückgebracht, es wäre eine weitere Verkehrsbelas­tung, sagt Flik. Allerdings gäbe es auch noch andere Hürden zu überwinden. So verwies Bauamtsleiter Jürgen Gassenmayer darauf, dass man beim Pliensbachtal im Landschaftsschutzgebiet sei. „Wir brauchen den Segen der Behörden, dass die sich das vorstellen können.“ Noch ist die Entscheidung nicht gefallen. Jürgen Schäfer


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