Weilheim und Umgebung

Ohmden schafft Platz für Nachwuchs

Betreuung Durch das Neubaugebiet steigt der Bedarf an Kita-Plätzen. Die Kommune will an das jetzige Kindergartengebäude anbauen – jedoch erst, wenn sie die Förderung vom Land bekommt. Von Lena Bautze

Im Kindergarten in Ohmden sollen in den nächsten Jahren mehr Kinder spielen können. Dafür will die Gemeinde anbauen. Foto: Carst
Im Kindergarten in Ohmden sollen in den nächsten Jahren mehr Kinder spielen können. Dafür will die Gemeinde anbauen. Foto: Carsten Riedl

Die Gemeinde Ohmden möchte wachsen. Das geplante Neubaugebiet „Grubäcker 2“ soll viele junge Familien anlocken. Dann werden auch mehr Betreuungsplätze für den Nachwuchs gebraucht. Das hat ein externes Gutachten ergeben. Aktuell bietet die Gemeinde Platz für 19 Kinder unter drei Jahren (U3), davon zehn im eigenen Kindergarten und neun bei der Tagespflegegruppe Tigernest. Insgesamt 50 Kinder, die älter als drei Jahre sind, werden derzeit auch betreut (Ü3). „Dieses Jahr reichen die Plätze noch aus“, sagt Ohmdens Bürgermeisterin Barbara Born.

Doch sie weiß, dass die Gemeinde nicht auf diesem Stand bleiben kann. „Wir wollen an den jetzigen U3-Bereich anbauen, um zwei Gruppen betreuen zu können.“ Damit schafft die Gemeinde 25 zusätzliche Plätze. Die Bürgermeisterin möchte die U3-Gruppen von den Ü3-Gruppen trennen. „Es soll zwar einen Eingang geben, Kinder unter drei Jahren werden dann aber in dem Neubau untergebracht.“ Die Gemeinde hat ihre Betreuungsplätze dem externen Gutachten zufolge bisher gut geplant. Doch die Entwicklung zeigt, dass Tagesplätze für Kinder unter drei Jahren immer öfter von Familien in Anspruch genommen werden. Wie eine Studie gezeigt hat, investiert Baden-Württemberg derzeit am meisten in die Personalausstattung bei den Unter-Drei-Jährigen und zugleich auch bei den Über-Drei-Jährigen. Bei Kindern unter drei Jahren betreut eine Kraft im Schnitt 3,1 Kinder. Für die Älteren ist im Schnitt eine Kraft für 7,1 Kinder da.

Bis Ohmden jedoch mit dem Ausbau starten kann, dauert es noch. Erst wenn die Gemeinde mit ihren Plänen in das Landessanierungsprogramm aufgenommen wird, kann sie sich den Umbau leisten. Der Gemeinderat möchte mit dem Geld zusätzlich die Ortsmitte neu gestalten. „Wir haben jetzt den Antrag abgegeben. Im Frühjahr wissen wir, ob wir in das Programm aufgenommen werden oder nicht“, erklärt Barbara Born. Falls es nicht funktioniert, versucht Ohmden es nächstes Jahr wieder. Die Bürgermeisterin ist aber zuversichtlich: „Man hat mir gesagt, dass man eine kleine Kommune wie Ohmden immer gut dazwischen reinschieben kann. Die verursacht keine so großen Kosten wie eine Stadt.“

Bekommt Ohmden die Zuschüsse, wird die Umgestaltung zu insgesamt 60 Prozent vom Land gefördert. Das gilt sowohl für Gemeindegebäude als auch für Häuser von Bürgern, die betroffen sind. Starten können die Baumaßnahmen dann im Herbst 2021.

Was jedoch bereits nächstes Jahr im März öffnet, ist der Naturkindergarten. Ohmden hat jetzt die Genehmigung dafür bekommen. „Wir schreiben nun den Bauwagen aus“, sagt Barbara Born. Der Naturkindergarten bietet Platz für zusätzlich 25 Kinder, die älter als drei sind. „Das ist unser Puffer zum Kindergarten.“

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