Weilheim und Umgebung

Ohmden trifft es nicht so schlimm

Finanzen Die Gemeinde sieht keine Einbrüche im Haushalt. Zudem werden die Kindergartengebühren von April erstattet.

Ohmden. Corona belastet aktuell so einige Kommunen - vor allem dann, wenn sie ihre Gewerbesteuereinnahmen bereits verplant haben. Denn besonders diese gehört zu den wichtigsten Einnahmen der Städte und Gemeinden. Doch durch die derzeitige Zwangsschließung einiger Firmen sinken bei vielen Betrieben die Einnahmen - und somit auch die Gewerbesteuer.

Eine Gemeinde, die momentan allerdings keinen Einbruch erlebt, ist Ohmden: „Wir haben ja nur wenige Betriebe“, sagt Bürgermeisterin Barbara Born. Somit trifft es die Kommune im Vergleich zu anderen weitaus weniger schlimm. Auch der Haushalt wird nicht umgeplant. „Er ist bereits sehr kompakt, da kann man nicht mehr viel herunterschrauben“, erklärt Barbara Born. Zudem hat der Gemeinderat für 2020 keine großen Investitionen geplant. Am meisten kostet die Ohmdener die Sanierung der Lüftungsanlage in der Gemeindehalle mit rund 170 000 Euro.

Fest steht jedenfalls, dass die Kommune die Kindergartengebühren von April zurückerstatten wird. Wie es im Mai aussieht, wird sich kommende Woche zeigen. „Es kommt drauf an, ob das Land wieder Zuschüsse gibt“, ergänzt die Bürgermeisterin.

Außerdem können sich die Bürger weiterhin auf einen neuen Ortskern freuen, denn die Neugestaltung ist noch immer geplant. „Wir bemühen uns in das Landessanierungsprogramm hineinzukommen“, hofft Born. Ob die Gemeinde den Zuschuss erhält, erfährt die Bürgermeisterin jedoch erst im Frühjahr 2021. Danach würden sich auch die Einwohner bei der Gestaltung einbringen können.

Bürger sind diszipliniert

„Die Leute halten sich an die Vorschriften“, resümiert Barbara Born erfreut in Bezug auf die aktuellen Corona-Maßnahmen. Auch wenn die wichtigsten Feste der Gemeinde, wie den Vatertagshock und das Feuerwehrfest Mitte Juni sowie das Dorffest im Juli dieses Jahr nicht stattfinden können.

Verständnis zeigen die Bürger auch für die personelle Situation im Rathaus. „Dieses Jahr fallen leider zwei Mitarbeiter komplett aus. Es kann dadurch sein, dass ich nicht jeden Anruf gleich entgegennehmen kann“, erläutert Born. Bis Sonntag, 3. Mai, ist das Rathaus noch geschlossen, trotzdem können Bürger vorbeikommen, wenn sie Pläne zu aktuellen Bauvorhaben anschauen möchten. Davor müssen sie jedoch telefonisch einen Termin vereinbaren. „Wir lassen dann die Leute einzeln in den Sitzungssaal, wo die Pläne ausliegen.“ Bis zur Öffnung am Montag, 4. Mai, werden dann auch Plexiglasscheiben an den Schaltern angebracht sein. Das soll die Bürger vor Infektionen schützen. Lena Bautze

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