Weilheim und Umgebung

Outdoor-Fabrikverkauf schließt

Wirtschaft In Bissingen macht der Lafuma-Lagerverkauf in der Fabrikstraße zu. Auch der Calida-Wäscheshop ist betroffen. Die Unternehmensleitung nennt betriebswirtschaftliche Aspekte als Grund. Von Bianca Lütz-Holoch

Großer Andrang herrscht derzeit an Ständern und Wühltischen des Outlets in Bissingen. Dem Total-Räumungsverkauf folgt Ende Septe
Großer Andrang herrscht derzeit an Ständern und Wühltischen des Outlets in Bissingen. Dem Total-Räumungsverkauf folgt Ende September die Schließung der Niederlassung.Foto: Carsten Riedl

So viel wie dieser Tage ist im Outdoor- und Wäsche-Outlet in der Bissinger Fabrikstraße selten los: „Hier geht es zu wie auf dem Stachus“, veranschaulicht es ein Anwohner. Angelockt werden die Kunden von den Angeboten des Total-Räumungsverkaufs bei Lafuma, der noch bis zum kommenden Dienstag dauert. Ende September ist Schluss. Das Outdoor-Outlet, in dem die Marken Lafuma, Eider und Millet vertrieben werden, und der daran angeschlossene Calida-Wäscheshop machen dicht.

„Wir müssen die beiden Outlets leider aus betriebswirtschaftlichen Gründen schließen“, sagt Thomas Stöcklin, Chief Financial Officer (CFO) der Calida Group mit Sitz in Sursee in der Schweiz. Die französische Lafuma-Group ist seit 2013 Teil des Calida-Konzerns, Lafuma wiederum hatte 2002 die Marke Big Pack gekauft, die ursprünglich in dem Bissinger Fabrikverkauf vertrieben wurde.

„Wir sind zum Schluss gekommen, dass wir an diesem Standort die Shops auch in Zukunft nicht profitabel betreiben können“, geht Calida-CFO Thomas Stöcklin auf den Fabrikverkauf in Bissingen ein. Das habe eine routinemäßige Überprüfung des Store-Netzwerks ergeben. Es sei auch nicht geplant, ersatzweise an anderer Stelle eine Niederlassung zu eröffnen. Die acht Mitarbeiterinnen des Factory-Outlets in Bissingen verlieren damit ihren Arbeitsplatz.

Was mit dem Standort in der Fabrikstraße nach Schließung des Outlets passiert, ist offiziell noch nicht bekannt. „Die Calida Group ist nicht Eigentümerin des Grundstücks, sondern lediglich Mieterin“, sagt Thomas Stöcklin. Den Mietvertrag habe sein Konzern gekündigt.

„Wir haben keine offiziellen Informationen dazu, was mit dem Grundstück in Zukunft passiert“, sagt Bissingens Bürgermeister Marcel Musolf. Gerüchte, das benachbarte Unternehmen Holzbau Merkle habe bereits Pläne für den Standort, kann Merkle-Geschäftsführer Frank Langer nicht bestätigen. „Davon weiß ich nichts“, sagt er.

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