Weilheim und Umgebung

Pilze gehen den Eschen an den Kragen

Im Wald rund um den Giesnaubach in Bissingen gibt es Grund zur Sorge. Einige Bäume müssen weichen.

Symbolfoto: Markus Brändli

Bissingen. Eine Sache macht Förster Benjamin Fischer zu schaffen: „In Bissingen hatten wir kaum Nachfrage nach Brennholz.“ Letztlich wurde alles verkauft, es liegt nichts mehr in den Wäldern. Eine andere Tatsache stimmt den Baum-Experten aber richtig traurig: Als er im August am Gießnaubach in Bissingen entlanglief, wollte er seinen Augen nicht trauen. „Die Kronen vieler Eschen waren licht. Der Baum verliert früh sein Laub, aber so früh sollte es normalerweise nicht passieren“, erklärt er im Forstbetriebsplan.

Die Eschen sind in den Kronen von einem Pilz befallen. Und auf den ersten Pilz folgt zugleich der zweite: „Er befällt den Stamm und macht ihn morsch. Ich weiß nicht, wie lange die Bäume noch stabil sind“, sagt Benjamin Fischer. Er rechnet damit, dass die meisten gefällt werden müssen. Danach wird der Wald nicht mehr wiederzuerkennen sein.

Insgesamt plant Förster Benjamin Fischer insgesamt 1 700 Festmeter in den Wäldern rund um Bissingen zu fällen, darunter auch die kranken Eschen. Melissa Seitz

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