Weilheim und Umgebung

Radwegebau kommt in die Gänge

Im Herbst geht’s an die Strecke Hattenhofen-Schlierbach – Knotenpunkt wird umgestaltet

Der geplante Radweg Hattenhofen-Schlierbach soll dieses Jahr kommen. Dabei wird auch die Straßengabelung nach Ohmden umgebaut.

Im Zuge des Radwegebaus zwischen Schlierbach und Hattenhofen wird auch die Kreuzung in Richtung Ohmden ausgebaut. Foto: Jean-Luc
Im Zuge des Radwegebaus zwischen Schlierbach und Hattenhofen wird auch die Kreuzung in Richtung Ohmden ausgebaut. Foto: Jean-Luc Jacques

Hattenhofen/Schlierbach. So schnell geht es nicht. Der Hattenhofer Bürgermeister Jochen Reutter hatte gehofft, dass der 2,3 Kilometer lange Radweg nach Schlierbach in diesem Frühjahr fertig wird. Aber da war gerade mal die Trasse am Waldrand freigeschlagen. Jetzt wächst dort schon wieder Gras. Derzeit ginge nichts. Der Naturschutz verbietet einen Bau-Eingriff während der Vegetationszeit, und dann kommen die Sommerferien, sagt Wolfgang Kolb, im Straßenbauamt zuständig für die Planung. Aber nach den Ferien soll es losgehen. Kolb verspricht: „In diesem Jahr wird ein Radfahrer auf dem neuen Weg fahren.“ Der werde noch vor dem Winter fertiggestellt. Der Hattenhofer Schultes ist damit zufrieden. „Wir sind froh, das er jetzt kommt.“ Der Radweg sei ein erheblicher Gewinn für die Verkehrssicherheit. Reutter denkt dabei auch an die Schüler, die seit Gründung der Werkrealschule und jetzt der Gemeinschaftsschule nach Albershausen oder Schlierbach gehen. Das sei auch ein Punkt beim Zuschussantrag gewesen. Das Land trägt 50 Prozent der Baukosten von 850 000 Euro.

Die Baustelle wächst sich aus. Zum Radweg kommt ein Umbau der Straße, weil der Radweg nämlich vor Schlierbach die Straße kreuzt, und zwar nahe der Abzweigung nach Ohmden. Die Radfahrer bekommen dort eine Mittelinsel, und die soll nicht provisorisch sein, sagt Kolb. Geld gespart sei, wenn man die Kreuzung gleich richtig ausbaue – dann auch für die Autofahrer. Denn die Gabelung hat ein Manko: Die Straße von Ohmden mündet spitzwinklig in die Straße Hattenhofen-Schlierbach. „Das ist einfach schlechter von den Sichtverhältnissen“, sagt Kolb. Karl Moser, Leiter des Straßenverkehrsamts im Landratsamt, kann das nur bestätigen. Die Einmündung soll rechtwinklig erfolgen, außerdem wird der Knotenpunkt verbreitert. Die Autofahrer aus Richtung Hattenhofen bekommen eine Linksabbiegespur. Auf 350 000 Euro ist der Umbau veranschlagt. Er wird wohl bis nächstes Frühjahr dauern, sagt Kolb.

Das ist ein vorgezogener Ausbau, sagt Walter Mann, beim Landratsamt zuständig für Kreisstraßen. Das wäre sowieso gekommen, wenn man die rumpelige Kreisstraße von Schlierbach nach Ohmden ausbaut. Was auch schon fest im Blick ist. Planer Kolb vom Straßenbauamt hält den Baubeginn noch 2016 für möglich. Walter Mann spricht von 2017/18. Es sei noch einiges abzuarbeiten. Man braucht Genehmigungen für die Eingriffe im Vogelschutzgebiet und am Schlierbach sowie für das Umwandeln von Wald in Straße und einiges an Grunderwerb. Die Straße wird um einen halben Meter breiter, hinzu kommt ein 2,50 Meter breiter Geh- und Radweg.

Auch der Radweg Hattenhofen-Schlierbach erhält diese Standardbreite. Auf Hattenhofer Seite vom Ortsausgang bis zum Wald werden es sogar drei Meter, weil er dort auch Wirtschaftsweg ist. Für den Lächlesbach, der bei Schlierbach die Straße in einem Rohr unterquert, war eine Wasserrechtsgenehmigung nötig. Jetzt wird das Rohr ein bisschen verlängert, sagt Kolb. Die Gemeinde Schlierbach freut sich auf die beiden Radwege, die Zug um Zug kommen sollen. „Dann haben wir in alle Richtungen gute Verbindungen“, sagt Hauptamtsleiter Wolfgang Rapp. Er begrüßt auch den Umbau der Kreuzung nach Ohmden. Unfallträchtig sei sie glücklicherweise nicht gewesen.

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