Weilheim und Umgebung

Räte blicken ins Containerdorf

Weilheimer Gemeinderat besichtigt die neue Flüchtlingsunterkunft

Zum Thema, wer kommt, gibt es nur vage Informationen. Fest steht jetzt aber, dass die Belegung der Flüchtlingsunterkunft in Weilheim am 10. August startet. Noch weitere Einblicke bekam der Weilheimer Gemeinderat bei einer Besichtigung.

Kurz vor Bezug nutzten Gemeinderat und Stadtverwaltung die Gelegenheit, zusammen mit einem Vertreter des Landkreises die Flüchtl
Kurz vor Bezug nutzten Gemeinderat und Stadtverwaltung die Gelegenheit, zusammen mit einem Vertreter des Landkreises die Flüchtlingsunterkunft am Ausweichparkplatz des Lindachstadions zu besuchen und Fragen zu stellen.Foto: Jean-Luc Jacques

Weilheim. „Die Belegung startet am 10. August und erfolgt in zwei Schwüngen“, informierte Weilheims Bürgermeister Johannes Züfle den Gemeinderat beim Rundgang durch das Containerdorf. Die Frage, die vielen Weilheimern auf den Nägeln brennt, konnte an dem Tag aber noch keiner endgültig beantworten: „Wer zieht in die Flüchtlingsunterkunft ein?“ Weilheims Ordnungsamtsleiter Helmut Burkhardt teilte seinen aktuellen Stand mit: „Es werden ziemlich sicher Einzelpersonen kommen“, sagte er, am ehesten Männer aus Syrien und Gambia. Letztendlich erfahre die Stadt aber erst wenige Tage vorher, welche Menschen einziehen.

Stefan Hohbach vom Amt für Kreisschulen und Immobilien des Landratsamts in Esslingen, lieferte vor Ort weitere Einblicke – wenn auch nur im übertragenen Sinne. Denn wie es der Zufall wollte, war zum Besichtigungszeitpunkt kein Schlüssel parat. Dafür gab es einen Rundgang und Zahlen: „Die reinen Baukosten betragen zwei Millionen Euro“, sagte Hohbach. Dazu komme noch die Möblierung der Container. Sämtliche Kosten trägt der Landkreis.

„Die 33 Wohncontainer werden mit je drei Personen belegt“, informierte Stefan Hohbach. Damit finden in der Unterkunft insgesamt 99 Asylbewerber Platz. Gestaltet hat das Container-Ensemble der Kirchheimer Architekt Bertram Kiltz. Er hat die Bauten nicht in Reihen, sondern u-förmig mit überdachten Innenhöfen angelegt. „Dort sollen auch noch Bänke und Sitzgelegenheiten dazukommen“, erläuterte er. Angesichts der großzügigen Grundstücksfläche sei es möglich, angenehme Aufenthaltsmöglichkeiten im Freien außerhalb der eher beengten Wohnräume zu ermöglichen.

Aus Naturschutzgründen müssten die Außenwände der Container zwar grau sein. Die Innenbereiche sind aber leuchtend gelb gestaltet – „damit die Anlage auch bei düsterem Wetter eine gewisse Freundlichkeit ausstrahlt“, wie Hohbach erläuterte.

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