Weilheim und Umgebung

Scherben bringen altes Gedicht über Neidlingen ans Licht

Heimatlied über Neidlingen, Heimat, Neidlingen,
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So kann‘s gehen: Beim Ausräumen des Elternhauses in der Neidlinger Kirchstraße fiel Albert Gienger das gerahmte Bild des Turnvereins aus den Händen. Unweigerlich war ein Klirren zu hören, als die schützende Scheibe in tausend Scherben zerbrach. Die freudige Überraschung überwog schnell den Ärger über die Ungeschicklichkeit: Auf der Innenseite des „Babbadeggls“ - die stabile Pappe auf der Rückseite des Bilderrahmens - kam das aufgeklebte Gedicht „Heimat“ zum Vorschein, das dem Dörfchen Neidlingen gewidmet ist. Ins Auge fallen als erstes der stilisierte Neidlinger Kirchturm samt Alb-Silhouette und der mit wenigen Strichen gezeichnete Reußenstein. Wie alt das Gedicht ist, weiß der unverhoffte Finder nicht, sicher ist jedoch, dass es in Kriegszeiten entstanden ist. „Müd‘ des Weges kommt ein Krieger, braun gebrannt im Angesicht, findet dieses Dörflein wieder, welches seine Heimat ist“, heißt die vierte Strophe des Gedichts. Wer der Dichter F. K. ist, fanden die Neidlinger noch nicht heraus. ih/Foto: Markus Brändli


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