Weilheim und Umgebung

Spreewald und Braunkohlebagger

Ein Braunkohlebagger im Tagebau kann bis zu 600 Meter lang sein.Foto: privat
Ein Braunkohlebagger im Tagebau kann bis zu 600 Meter lang sein.Foto: privat

Weilheim. Kontrastreicher hätte das Programm der Radler- und Wandergruppe der TSV-Weilheim-Oldies in der Lausitz, im Spreewald und der sächsischen Schweiz nicht ausfallen können. Raddusch und Berg mit den idyllischen kleinen Spreewaldhäfen und Kahn an Kahn in Lübbenau. Stau mit Baustellen in der Dresdner Altstadt und danach die Ruhe und Gemütlichkeit im Körnitschtal in der Sächsischen Schweiz auf der Fahrt im Nostalgiestraßenbähnle.

Ebenso standen die kilometerlangen, geraden, ruhigen Alleenradwege in Richtung polnische Grenze im Kontrast zur holprigen Bergbaustrecke im Mannschaftswagen und dem Lärm der Großraumbaggerbrücke im Braukohlebergbau bei Welzow.

Beim Rundgang durch Dresden ging es vorbei an der Elbpromenade zum Schloss und zur Semperoper. Durch den kleine Park im Zwinger führte der Weg hi­naus zur Frauenkirche und später zurück zum Bus. 156 Meter tief ist der Brunnen der Burg Königstein, die hoch über der Elbe thront.

Das Zügle kurvte der Körnitsch entlang vorbei am Kurhaus ins Tal hinein. Über Bad Schandau und die Weilheimer Partnerstadt Neustadt verließen die Radler die Sächsische Schweiz.

Nachdem die Radler das Kraftwerk „Schwarze Pumpe“ hinter sich gelassen hatten, legten sie am Halbendorfer See einen Stopp an der polnischen Grenze ein. Im Kromlauer Azaleen- und Rhododendronpark bestaunten sie die Rakotzbrücke. In neuem Glanz erstrahlt das Schloss am See im Fürst-Pückler-Park.

Der letzte Tag im Welzower Braunkohle-Bergbau bleibt besonders in Erinnerung. Bis zu 90 Meter Erde müssen abgetragen werden, um an die zehn bis zwölf Meter hohe Kohlesohle zu gelangen. Die größte, fahrende Maschine der Welt mit fast 600 Metern Länge baggert hier die Erde auf. Fünf abwechslungsreiche und interessante Radel- und Wandertage fanden damit ein Ende.

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