Weilheim und Umgebung

Stadt schafft Anreize für Mitarbeiter

Verwaltung Weilheim legt sich ins Zeug, um städtisches Personal zu gewinnen und zu halten. Die 39-Stunden-Woche, Job-Rad und Kita-Plätze sollen helfen. Von Bianca Lütz-Holoch

Mit dem Rad ins Rathaus: Mitarbeiter der Stadt Weilheim sollen sich künftig ein Dienst-Fahrrad leasen können.Foto: Markus Brändl
Mit dem Rad ins Rathaus: Mitarbeiter der Stadt Weilheim sollen sich künftig ein Dienst-Fahrrad leasen können.Foto: Markus Brändli

Rund 800 000 Fachkräfte könnten bis 2030 im öffentlichen Dienst fehlen, wie eine Studie ergeben hat. Es ist aber nicht nur diese Zahl, die die Verwaltungsspitze im Weilheimer Rathaus hat aufhorchen lassen. Dass es eine Herausforderung ...

sit, iiritzufeqeal rbrieMetait zu ndfnie nud zu ,taheln ewiß mna eurtn rde mriLgub ahuc usa eriegen ufrrgEan.h Nun tah erd tnedearGiem neeri ieheR vno t,uzgmemits edi iabde fenlhe s,enllo nsrolPea zu ginneenw ndu uz atn.hel

geebn nsu ilve - bear der rzmotdte ni ned naenrelwgVut tsag dei elriieWhem tlttriiaaenmHpeus elaDnai rnuaB. dnbseroes tbriftfe sda dne nud scithhneenc eDr zheeanneeinrmrgEinl ist beeustwndi eni heaTm - dnu aghestncis des dennistege eadsrfB an uhca ni iWemehil tstes .renpstä ncSoh ttzej ltltes ads Pasornle mit 88 ehrm las ein eDrltti erd egntssami 242 aeiM.btrrite geonPnros ofezgul wdir hiimeleW 2250 nadn sgaro 010 ärtecfhFka rnucb.hae is,e raeb hacu alle anndree irtMireeatb öchtem die tnerawlguV nnu eriewet eneArzi setezn.

c sShe neeu

f Au erd adegAn thense hscse rteweie naeßa.hmnM ntkuP n:esi ollwne fua die n-codhtneu39-eWS tgas nalaDie an.ruB slA kttnZuipe its rde 1. Alipr tchdg.aean iEn ngeiAanlgl sda nthic. Ftas lela umnnoKme im seriK hnaeb esrietb um eien tSnedu utirzder.e Im Gecährps tsi uzedm, eMrrbitineta dre tatdS - ucah enwn ise tihcn ni emiielhW nehonw - ineen ltKtz-iaPa im irehn wscacNuhh itzbae.unne isdn tags lnaeiaD Braun. Sei niees ienhcetsdnde ob direwe in edn refuB igtnneesei dore .thnci

eid datSt am gra-mraodom-bJPR me.ltnehnie Im haRnme esedns etiMriebatr nei edarhfastnDir nleeas nud anch drei enarJh crnnehe itm weta 15 pro tleit anaDlie ranBu tm.i

hAe tgacdn ath edi aSdtt eaüdrbr ai,snhu ieb siunirztrekfg udn die waet ni satiK achn hcsi nzeeih intch mhre fau geneie csnuRroees las Vtuentgrer atsetstenSd esrredonPelltnasesiti ntulst-ngaE egnsro.

rV o leaml tKrtiniLianee-en ehban nenbe rde bterAi mit nrKedin rmeim hrme noogcarstshaieir nuegbaAf uz .smneemt tnhael es eldashb bo,gnete uvtlnerlenStregte ue,reüfhnizn edi ied tLuniegen gsta iDnaeal .naurB Acuh der lAitne edr bAez,tiitres ide den red eirekdtn rtKeirebdugunne ,utethzs lols we.denr

pnaelGt tsi un,ashi eein akreM edor nie tim med ihcs ied reieMtbtira rezinetiineidf dun mit dem ied tdaSt cnha nih ftrtutia. iWe asd neshause o,lsl hestt hnoc tcnhi .fets lols taswe iefPiffsg eisn, ndu riw fanegrbe udaz cahu lale Miarbetriet ieirtmnorf leniaDa uB.arn

semIga tns itlkrkleua dei adttS essied ahJr tmi ebagsnAu ovn uoEr dei nunee ubngrnnaasedmomineß.aslhnP cuhA ni rde ierVaetnhggne athte ied Stdta nochs ni ntgoebAe rüf die argbnediieutMntirb dnu rw-eugbn si,etirtvne aetw itm eiemn roF-t dun umrarndesWmrbigoiel,tpg erd uz fHioefoc,em erein svbufdfilniAneoguses und nmiee .nttoSe-nrilneaOlpell

Das Arbeitsklima nicht vernachlässigen

Personalbindung war auch ein Thema bei den Reden der Weilheimer Wählervereinigungen zum Haushaltsplan 2021. Die klare Botschaft dabei: Anreize von außen, um städtische Mitarbeiter zu gewinnen und zu halten, sind richtig und wichtig. Entscheidend dafür, dass Mitarbeiter zufrieden sind und dem Arbeitgeber die Treue halten, sind aber in hohem Maß auch andere Punkte.

Wertschätzung durch den Chef, das Arbeitsklima, eine offene Kommunikation, Weiterbildungs- und Aufstiegsmöglichkeiten nannte UWV-Stadtrat Gunter Schilpp als ausschlaggebende Faktoren, damit Mitarbeiter nicht kündigen. In die gleiche Kerbe schlug SBV-Vertreter Martin Pfauth: „Wichtiger, als neues Personal zu gewinnen, ist eindeutig, das vorhandene Personal zu halten.“

Um ein „Grummeln“ unter der Oberfläche zu vermeiden, regte Martin Pfauth an, die Mitarbeiter der Stadt anonym zu ihren Wünschen und Sorgen zu befragen. „Natürlich muss dann auch auf die Ergebnisse entsprechend reagiert werden“, gab er zu bedenken.

Der Appell Gunter Schilpps an die Stadtverwaltung lautete deshalb: „Arbeiten Sie an allen Fronten.“bil