Weilheim und Umgebung

Statik der Schule hat Priorität

Sanierung Im Ohmdener Schulhaus gibt es diese Woche erste Untersuchungen. Baustart ist in den Osterferien.

Ohmden. Die Befürchtungen stehen schon länger im Raum. Jetzt haben Berechnungen des Statikers für Gewissheit gesorgt: Gleich in zwei Klassenzimmern der Ohm­dener Schule ist die Stabilität der Decken nicht gewährleistet. „Es wurde die Belastung der Deckenträger nachgerechnet“, berichtet Architekt Andreas Kommritz. Das Ergebnis: „Sie sind zum Teil zweieinhalbfach überlastet.“ Neu ist die Erkenntnis, dass nicht nur die Lernwerkstatt, sondern auch das Klassenzimmer dahinter betroffen ist. „Dort ist es sogar noch schlimmer“, so Kommritz.

Ein Problem ist, dass die Träger auf Stützen sitzen, deren Fundament zu klein ist. „Am Wochenende wollen wir schon einmal den Boden aufmachen und nachschauen“, berichtet der Architekt. Die Möbel werden an die Wand gerückt und eine Staubwand wird installiert. „Den Boden decken wir anschließend mit einer Platte ab, sodass der Raum am Montag wieder nutzbar ist.“

In den Osterferien sollen dann beide Räume wieder auf stabile Füße gestellt werden. „Am Freitag oder Samstag vor den Ferien beginnen wir, das Fundament mit dem Bagger freizulegen“, kündigt Andreas Kommritz an. Unter anderem sollen neue Stützen, größere Fundamente und eine neue Betondecke installiert werden. Was genau notwendig ist, wird sich aber erst während des Baus zeigen.

„Glücklicherweise haben wir Handwerker aus der Nähe, die so flexibel sind“, zeigt sich Bürgermeister Martin Funk erleichtert, dass die Sache zügig vorangeht: „Es ist unser Vorteil, dass wir schon ein klares zeitliches Fenster haben, sonst hätten wir den hinteren Raum schließen müssen.“

Dass mehr getan werden als anfangs geplant, steht nun auch für den Gemeinderat fest. Ratsmitglied Daniela Haible-Lutz stellte klar, dass sie sich weitere Diskussionen um die Notwendigkeit zusätzlicher statischer Sanierungen verbietet: „Wenn auch nur der Hauch einer Gefahr besteht, dass etwas passiert, dann müssen wir handeln.“ Auch Bürgermeister Funk betonte, dass es keine Alternative gibt: „Denn solange uns niemand bestätigt, dass die Schule standsicher ist - und das wird keiner tun - sind wir in der Verantwortung.“Bianca Lütz-Holoch

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