Weilheim und Umgebung

Stelle wird vorerst nicht aufgestockt

Etat Die Schulsozialarbeit an der Weilheimer Grundschule bleibt beim bisherigen Umfang. Geplant ist aber eine Evaluation.

Weilheim. Mehr Schulsozialarbeit an der Grundschule in Weilheim - das hatte die Soziale Bürgervereinigung (SBV) bei den Haushaltsberatungen gefordert. Ihr Antrag, der auch den Wunsch der Schulleitung widerspiegelt, ist nun abgelehnt worden: Zumindest fürs kommende Haushaltsjahr bleibt es bei einer 50-Prozent-Stelle.

„Würden wir aufstocken, wären wir Vorreiter im Kreis“, sagte Weilheims Bürgermeister Johannes Züfle im Gemeinderat. Einer Statistik des Kommunalverbands Jugend und Soziales zufolge sei kaum eine Schule im Kreis besser ausgestattet. Lediglich kleine Schulen stünden prozentual etwas besser da. „Das liegt aber daran, dass das Land erst ab einer 50-Prozent-Stelle fördert“, so Züfle. Eine Aufstockung ist aus seiner Sicht ohnehin verfrüht. „Wir haben die Stelle ja erst 2017 geschaffen.“ Darüber hinaus liege ihm kein Antrag der Schule vor.

Für die SBV hatte Dr. Ulrich Mors im Januar die Aufstockung der Stelle auf 75 Prozent gefordert. „Wir brauchen mehr Expertise auf diesem Gebiet“, ging er nun noch mal darauf ein. Die Sozialkompetenz und Konfliktfähigkeit vieler Kinder nehme ab, sodass mehr Unterstützung von außen nötig sei. Er forderte eine Evaluation der Schulsozialarbeit und einen Bericht der Schulsozialarbeiterin im Laufe des Jahres. Dies sagte Bürgermeister Züfle zu.

Auf Wunsch der SBV soll die Verwaltung dann auch genauere Zahlen dazu vorlegen, wie stark ein Ausbau der Schulsozialarbeit um 25 Prozent - nach Abzug der Fördermittel vom Land - den städtischen Haushalt überhaupt belasten würde.Bianca Lütz-Holoch

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