Weilheim und Umgebung

Tapfer trotzt Ohmden dem Wetter

Der Dorftag am Trinkbach leidet unter dem vielen Regen – fröhlich gefeiert wird dennoch

Sobald sich gestern in der Mittagszeit die Sonne auch nur ein wenig blicken ließ, zeigte sich, wie fröhlich und lebhaft ein Dorf
Sobald sich gestern in der Mittagszeit die Sonne auch nur ein wenig blicken ließ, zeigte sich, wie fröhlich und lebhaft ein Dorftag in Ohmden ablaufen kann - wenn nur das Wetter mitspielt. An ganz unterschiedlichen Stellen im Ort oder auch am Ortsrand präsentierten sich die verschiedensten Ohmdener Vereine, Gruppen und Organisationen. Überall anzutreffen aber waren - neben guter Laune - auch große Menschen in Bärenkostümen, sehr zur Freude der kleinsten Besucher des Dorftags. Fotos: Markus Brändli

Ohmden. „Stell dir vor, es ist Dorftag – und keiner geht hin.“ Das ist sicherlich die Horrorvorstellung aller

beteiligten Vereine und Organisationen. Und am späteren Vormittag, kurz bevor es losgehen sollte, sah noch alles danach aus, als würde wirklich keiner nach Ohmden kommen: Heftige Regengüsse sorgten auch bei den kühnsten Optimisten für die passende Weltuntergangsstimmung. Wie schade für alle fleißigen Helfer, die Zelte und Bänke aufgestellt, Essen und Trinken organisiert oder auch jede Menge Kuchen gebacken hatten.

Beim Dorftag handelt es sich nicht um ein einziges großes Fest im Ortskern. Im Gegenteil: Die Idee dieses Tags ist, dass sich nahezu alle Gruppen, die es in Ohmden gibt, nach Möglichkeit an ihrem „Stammsitz“ präsentieren, dezentral also. Bei schönem Wetter gibt es so die Gelegenheit für die Besucher, den Festtag mit einem ausgiebigen Spaziergang zu verknüpfen – und sich auf diese Art und Weise vor jeder weiteren Station wieder den notwendigen Hunger oder Durst zu „erlaufen“.

Das ist die Theorie, in der Praxis sah es gestern überwiegend anders aus. Dabei zeigte sich Petrus für ein paar Stunden während der Mittagszeit durchaus gnädig und führte vor, wie es hätte sein können: Zwischendurch war das Wetter „freundlich“, und wo die Sonne ihren Weg durch die Wolken fand, stellte sie auch gleich unter Beweis, welche Kraft sie Anfang Juni durchaus besitzen kann.

Alsbald füllten sich denn auch die Sitzbänke – neben der Kirche etwa, aber auch in der Gemeindehalle, beim Musikerhäusle oder beim Golfclub. Speziell die Golfer waren auf gutes Wetter angewiesen. Schließlich wollten sie nicht nur – wie alle anderen auch – Essen und Trinken verkaufen. Ihnen ging es zusätzlich darum, möglichst viele Besucher für ihren Sport zu begeistern. Putten, Chippen, Abschläge üben – das alles war möglich, ganz ohne Mitgliedsbeitrag oder Nachweis einer Platzreife. Zwischen den großen Regenzeiten machten auch viele Gäste Gebrauch von diesem Angebot. Dabei zeigte selbst der Platz seine eigene Art von Reife: Obwohl der Rasen triefend nass war, gab es keinerlei Matsch. Wenn also auch nicht jeder Probeschlag perfekt gewesen sein mag, am Grün lag es nicht.

Das kann für den gesamten Dorftag gelten: Wenn wetterbedingt nicht alles so perfekt war wie gewünscht – an den tapfer feiernden Ohmdenern lag es bestimmt nicht.

Dorftag in Ohmden
Dorftag in Ohmden
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