Weilheim und Umgebung

Teurer, aber trotzdem wirtschaftlich

Seniorenwohnen Der Neidlinger Gemeinderat stimmt dem 3,6-Millionen-Projekt „Seniorenwohnanlage“ zu.

Neidlingen. So einfach durchwinken wollten die Neidlinger Gemeinderäte das Projekt „Seniorenwohnanlage“ nicht. Zum einen forderten sie vor ihrer Entscheidung eine Wirtschaftlichkeitsberechnung ein, zum andern wollten sie anhand eines dreidimensionalen Modells beurteilen, wie sich der Neubau in die Umgebung einfügt.

Die schlechte Nachricht zuerst: Mit rund 3,6 Millionen Euro inklusive Nebenkosten wird das Projekt rund eine Million Euro teurer als bei der ersten Schätzung. Für diesen deutlichen Anstieg gibt es aber mehrere nachvollziehbare Gründe. Zum einen wurde die Zahl der Wohnungen von elf oder zwölf auf 13 erhöht, die Zahl der Tiefgaragenstellplätze stieg ebenfalls auf 13. Das zweite Dachgeschoss wird nun ausgebaut, was die oberen Wohnungen größer und deutlich attraktiver macht. Die Kubatur des Gebäudes und die Wohnfläche nehmen also insgesamt zu.

Die gute Nachricht: Die Wirtschaftlichkeitsberechnung ergibt sowohl für die Gemeinde Neidlingen als auch für den privaten Projektpartner eine Rendite, das Projekt ist somit wirtschaftlich. Zur Erläuterung der Berechnung war der Kirchheimer Steuerberater Rudolf Hitzer ins Gremium gekommen.

Die Architekten Ann-Kathrin und Gerhard Stolz hatten ein dreidimensionales Architekturmodell der Umgebung im Maßstab 1:500 mitgebracht. Die First- und Traufhöhen alle umgebenden Gebäude wurden für das Modell erfasst und verarbeitet, hinzu kamen Aufnahmen einer Drohne. Das Modell zeigt, dass sich der Neubau gut in die Umgebung einfügt.

Was die Gemeinderäte hörten und sahen, fand ihre klare Zustimmung: Einstimmig erteilten sie das kommunale Einvernehmen für das Bauprojekt. Peter Dietrich

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