Weilheim und Umgebung

Votum für die ökologische Variante

Heizung Für Wärme in der Holzmadener Gemeindehalle sorgen künftig Pellets. Den Ausschlag gibt die CO2-Einsparung.

Foto: Jean-Luc Jacques

Holzmaden. Gut 250 000 Euro gibt Holzmaden für eine neue Heizung in der Gemeindehalle aus. Mit großer Mehrheit hat sich der Gemeinderat dafür entschieden, Pelletkessel einzubauen. Zwar ist die Variante 60 000 Euro teurer als die Kombination aus einem Brennwertkessel und einem kleinen Blockheizkraftwerk. Den Ausschlag gab aber das ökologische Argument: Berechnet auf 20 Betriebsjahre, belastet die Pelletheizung die Umwelt mit rund 920 Tonnen CO2 weniger. Mit seiner Entscheidung stellte sich der Gemeinderat gegen den Vorschlag der Verwaltung. Bürgermeisterin Susanne Jakob hatte für die Kombi aus Gas und Blockheizkraftwerk plädiert. Unter anderem weil es bereits einen Gasanschluss gibt, hatte auch der Planer Ulrich Hagmann vom Büro H + H diese Lösung favorisiert.

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Leicht hatte sich der Gemeinderat die Entscheidung nicht gemacht: Weil in der Juni-Sitzung die Variante Pellets plus Fotovoltaikanlage gefehlt hatte und der Planer lediglich von einem zehnjährigen Betrieb ausgegangen war, ließ das Gremium Hagmann erneut rechnen. Wie sich nun herausstellte, wäre die Installation einer Fotovoltaikanlage aufgrund der Statik des Dachs jedoch nur mit einer sehr aufwendigen Konstruktion möglich.

Vorgesehen ist jetzt eine Kaskadenlösung mit zwei Pelletkesseln, die den Betrieb sichern, Spitzen abfangen und langfristig auch das Schulgebäude über eine Nahwärmetrasse versorgen können. Der Einbau soll in der Winterpause stattfinden. Anke Kirsammer