Weilheim und Umgebung

„Weilheim ist ein ganz starkes Stück Landkreis“

Talkrunde Prominente Gäste verraten beim Festakt ihre kleinen Geheimnisse rund um die Zähringerstadt.

Festakt in der Limburghalle 1250 Jahre Weilheim
Festakt in der Limburghalle 1250 Jahre Weilheim

Weilheim. Für Landrat Heinz Eininger sind Limburg und Peterskirche Sinnbild der Stadt, während Kreisarchivar Manfred Waßner mit Weilheim vor allem das Stadtarchiv verbindet. Die FDP-Bundestagsabgeordnete Renata Alt wiederum verriet, dass sie fast täglich an die Stadt unter der Limburg denkt und der SPD-Landtagsabgeordnete Andreas Kenner schwelgte in Erinnerungen an einen Frühsommer im Weilheimer Freibad. Ob nun persönliche Erinnerungen, ernsthafte Betrachtungen oder humorvolle Anekdoten - was Teckboten-Redakteur An­dreas Volz seinen Gesprächspartnern bei einer Talkrunde während des Festakts zum Stadtjubiläum in der Weilheimer Limburghalle entlockte, war nicht nur interessant, sondern auch unterhaltsam.

Landrat Heinz Eininger etwa hatte zwei Tipps für Besucher Weilheims parat, die einen gewissen Aufstiegswillen voraussetzen: den Turm der Peterskirche und die Limburg. Wer vom Turm schaue, blicke auf ein Städtle, das Tradition und Zukunft in sich vereine und „ein ganz starkes Stück Landkreis ist“. Der Limburg zu Füßen liege ein Sinnbild dessen, was den Kreis ausmacht: Kulturlandschaft und reizvolle Natur auf der einen Seite, Industrie, Häuser und Verkehrsachsen auf der anderen. Fest steht für ihn: „Wir kommen an die Grenzen dessen, was die Natur an Bebauung möglich macht.“

Die Bundestagsabgeordnete Renata Alt gab - von Andreas Volz nach ihren ersten Erinnerungen an Weilheim gefragt - Persönliches preis: „Die Pflanzen für meine Terrasse habe ich damals bei einer Weilheimer Baumschule geholt“, erzählte sie. Sie ließen sie täglich an die Stadt denken. Auch an ihren ersten Besuch in der Limburghalle erinnert sie sich: „Dort habe ich Bastian Pastewka und Anke Engelke gesehen.“ Nicht immer hat Renata Alt in Deutschland gelebt: „Ich habe meine Wurzeln in der Slowakei, aber meine Heimat hier gefunden.“ Ein Anliegen ist es ihr, weltoffen zu bleiben und anderen auch zu ermöglichen, ihre Heimat in der Region zu finden.

„Weilheim atmet Geschichte“ sagte einer, der es wissen muss. Aus Sicht des Kreisarchivars Manfred Waßner greifen in Weilheim Vergangenheit und Gegenwart ineinander wie in wenigen Orten. „Da denke ich nicht nur an die Gebäude, sondern vor allem auch an das Stadtarchiv, das bis 1500 zurückreicht.“ Für die Zukunft gelte es, weiter Geschichte zu schreiben - eben nicht mehr auf Pergament, sondern digital überliefert.

„Meine allererste Liebe war Weilheimerin“, gestand der Landtagsabgeordnete Andreas Kenner. Ähnlich fest in Erinnerung geblieben ist ihm das Jahr 1992. Damals war das Kirchheimer Freibad im Mai noch wegen Sanierung geschlossen und die Kirchheimer pilgerten nach Weilheim, wo angesichts der Besuchermassen mittags schon die Pommes aus waren. „Damals ist der VfB Meister geworden“, erinnerte sich Kenner. Unvergessen auch der Tag, als ihm die Hepsisauer Landfrauen eine Flasche Zwetschgenschnaps überreichten mit dem Hinweis: „Sonst kommt die SPD ja nicht mehr auf 40 Prozent.“

Festakt in der Limburghalle 1250 Jahre Weilheim
Festakt in der Limburghalle 1250 Jahre Weilheim
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