Weilheim und Umgebung

Wengerter fürchten Aus für Weinbau

Umwelt Ab 2022 ist der Einsatz von Spritzmitteln in Naturschutzgebieten verboten. Die Hobby-Weingärtner an der Weilheimer Limburg hoffen nun auf eine Ausnahmegenehmigung. Von Bianca Lütz-Holoch

Gespritzt wird bei den Weilheimer Wengertern so wenig wie möglich. Weinbau ganz ohne Pflanzenschutz halten sie zum jetzigen Zeit
Gespritzt wird bei den Weilheimer Wengertern so wenig wie möglich. Weinbau ganz ohne Pflanzenschutz halten sie zum jetzigen Zeitpunkt jedoch für undenkbar. Foto: Carsten Riedl

Dass ihr kleines Weinbaugebiet etwas ganz Besonderes ist, wissen die Weilheimer nur zu gut. Nicht nur, dass sie sich offiziell mit dem höchsten Weinberg Württembergs brüsten können. Glaubt man Hobby-Wengerter Rainer Bauer, so ist es auch das einzige Weinbaugebiet Württembergs, das in einem Naturschutzgebiet gelegen ist. Genau das könnte ihm und den anderen Weinbauern jetzt zum Verhängnis werden. Denn im Juli hat der Landtag eine Änderung des Naturschutzgesetzes beschlossen. ...

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Gesetzesänderung geht auf das Volksbegehren „Rettet die Bienen“ zurück

Die Änderung des baden-württembergischen Naturschutzgesetzes geht auf das Volksbegehren Artenschutz mit dem Titel „Rettet die Bienen“ zurück. Es war - initiiert vom Institut „proBiene“, Öko- und Naturschutzverbänden - im September 2019 gestartet. Damit es Erfolg hat, hätten die Initiatoren innerhalb von sechs Monaten 770 000 Unterschriften sammeln müssen.

Die Naturschützer hatten auch einen Gesetzesentwurf vorgelegt. Zu den Forderungen darin gehörte etwa eine Ökolandbau-Quote von 50 Prozent bis zum Jahr 2035, eine Halbierung des Einsatzes von Pflanzenschutzmitteln und - außer in Ausnahmefällen - ein komplettes Verbot von Pestiziden in Naturschutzgebieten.

Im Dezember 2019 wurde das Volksbegehren gestoppt. Gemeinsam mit den Initiatoren und den Bauernverbänden, die sich per Volksantrag gewehrt hatten, arbeitete die Landesregierung einen alternativen Gesetzesentwurf aus.

Verabschiedet wurde die Änderung des Naturschutzgesetzes am 22. Juli dieses Jahres. Die Neuerungen zielen auf die Artenvielfalt und den Erhalt der Streuobstwiesen ab und enthalten Verbote zum Einsatz von Pestiziden und Pflanzenschutzmitteln in Schutzgebieten und Gärten. Ausdrücklich lässt das Gesetz aber Ausnahmen zu. bil