Weilheim und Umgebung

Wiesenhopping und Waldweihnacht

Hauptversammlung des SAV Bissingen-Nabern

Zu Beginn des Jahres, wenn die meisten Wanderschuhe noch im Keller ihr Dasein fristen, lassen die Wanderfreunde des Schwäbischen Albvereins das zurückliegende Wanderjahr Revue passieren, so geschehen bei der Hauptversammlung der Ortsgruppe Bissingen-Nabern. Originelle Wanderangebote, Familienprogramm und Landschaftspflege füllen die Bilanz.

Bissingen. Nachdem der Hunger gestillt war, eröffnete die Vorsitzende Renate Steegmaier die Versammlung und berichtete über die „üblichen“ Veranstaltungen wie Hauptversammlung, Kelterhocketse und Jahresfeier. Die Jahresfeier hat durch die Auftritte der Theatergruppe „Bissinger Kengala“ in den letzten Jahren einen ganz neuen Stellenwert in der Gemeinde erhalten. „Theater“ der besonderen Art gab es beim Musikkabarett mit den Well-Brüdern ausm Biermoos. Ebenso fester Bestandteil im Jahresprogramm ist die Landschaftspflege. Außer beim schweißtreibenden Mähen und Abrechen des Hörnlehanges beteiligte sich die Ortsgruppe bei der Markungsputzete der Gemeinde Bissingen und dem Landschaftspflegetag im Schopflocher Moor.

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In Zahlen verpackte die Vorsitzende und Wanderwartin Renate Steegmaier die Wanderungen von „oimol om dr Stammtisch rom“ bis zur sportlichen Viertageswanderung: insgesamt nahmen 1 360 Personen an den 97 Wanderungen teil, darunter waren über 200  Kinder und Jugendliche.

Ortsgruppenübergreifend informierte Renate Steegmaier über das neue Projekt „Lust am Wandern“, welches von der Stadt Kirchheim und der Ortsgruppe Kirchheim ins Leben gerufen wurde und kleinere Wanderungen für Menschen mit Handicap anbietet. Das Thema Wanderkonzeption nahm erfreulicherweise Formen an, verschiedene zertifizierte Wanderwege sollen im Bereich des Biosphärengebietes geschaffen werden.

Im Anschluss sprach Anne Link in Vertretung für Rechnerin Beate Unterricker über die positive Finanzlage der Ortsgruppe. Für Kassenprüfer Björn-Oliver Wirth gab es nichts zu beanstanden, die Entlastung der Vorstandschaft folgte einstimmig. Rudolf Gölz konnte von einer stabilen Mitgliederzahl berichten, mit derzeit 345 Mitgliedern ist die Ortsgruppe Bissingen-Nabern nicht nur eine der größeren im Gesamtverein, sondern eine Ortsgruppe mit den verschiedensten Gruppen mit innovativen Veranstaltungen.

Im Namen der Gruppe „Stürmischer Herbst“ informierte ebenfalls Rudolf Gölz von deren Ausflügen und kleineren Wanderungen „unter der Woche“. Die Familienfachfrau Carola Bazle berichtete von der Familiengruppe „Familien für Familien“, von „Jugend aktiv“ und der mittlerweile etablierten „Familiengruppe 2.0“. Zu den Programmpunkten zählten unter anderem: Äpfel auflesen und mosten, Osternest bauen, Schnupperkletterkurs, Besuch beim schwäbischen Cowboy Willi Wolf mit seinen Albbüffeln, eine Flughafenführung und ein Ausflug ins Salzbergwerk. Annette Balz gab einen Einblick in die Arbeit der Theatergruppe „Bissinger Kengala“. Schwaben­power war nicht nur der Titel des Theaterstückes, diese wurde auch benötigt, um das abendfüllende Stück mit den zehn Akteuren einzustudieren, die entsprechenden Kulissen zu organisieren und die drei Auftritte vor Publikum zu meistern.

Die Gruppe „Wandertraining“ wanderte wöchentlich rund um Bissingen, so Renate Steegmaier, die in Vertretung der erkrankten Renate Platzer sprach. Eine Übernachtung im Wanderheim Teck gehörte im letzten Jahr ebenfalls dazu.

Wahlleiter Gerald Ruch konnte die Wahlen zügig durchführen, auf weitere zwei Jahre wurden wiedergewählt: die Erste Vorsitzende und Wanderwartin Renate Steegmaier, Schriftführerin Anne Link, Wegwart Eugen Renz, Beisitzerin für die Familiengruppe Carola Bazle, Beisitzer für die Gruppe „Stürmischer Herbst“ Bernd Vogels, Kassenprüfer Björn-Oliver Wirth. Neu als Kassenprüferin wurde Margret Fiala-Schäfer für die ausscheidende Traude Link gewählt. Hanna Bollmann konnte als Familienfachfrau gewonnen werden und der ehemalige „Albfuchs“ Raphael Link wird künftig Eugen Renz als stellvertretenden Wegwart unterstützen. Hanna Bollmann und Raphael Link wurden ebenfalls auf zwei Jahre gewählt. Das Amt der Geschäftsstelle konnte leider nicht neu besetzt werden. Renate Steegmaier dankte Sandra Ruch für ihre sechsjährige Arbeit im Rahmen der Geschäftsstelle.

Nach den Formalien erinnerte Lot­har Steegmaier in seiner Diashow an Aktionen, Ausflüge und Wanderungen des vergangenen Wanderjahres, das neben Wiesenhopping, Well-Brüdern und Waldweihnacht noch vieles mehr zu bieten hatte.pm