Weilheim und Umgebung

Wirte in Aichelberg schlagen mit einem stillen Protest Alarm

Mit leeren Stühlen protestieren die Aichelberger Gastwirte. Foto: Sabine Ackermann
Mit leeren Stühlen protestieren die Aichelberger Gastwirte. Foto: Sabine Ackermann

Aichelberg. Es ist ein Hingucker - das etwa fünf Meter lange Banner auf der Gemeindewiese vor der Abzweigung nach Aichelberg, vor dem sich fünf leere Stühle befinden. Fehlende Gäste, für Gastronomen längst Alltag. Gut lesbar steht darauf: „Stiller Protest der Aichelberger Gastronomen.“

Es war Oliver Weigele vom Café Restaurant Aichelberg, der gleich zu Beginn des „Lockdown light“ den Einfall zu dieser Aktion hatte. Positive Rückmeldung gab es von Bürgermeister Martin Eisele. Mit im Boot sitzen Andreas und Markus Moll vom Höhenrestaurant Waldeck, das Ristorante Pizzeria Calabria, Karl Holl vom Restaurant Hotel Panorama und Helmut Lauser vom Landgasthaus Hotel Adler. Seit dem ersten Lockdown im Frühjahr wurden die Hygienemaßnahmen umgesetzt, berichtet Oliver Weigele. „Wir haben die Abstände eingehalten und somit auch die Gästeanzahl reduziert. Es wurden alle Gäste registriert, jede Person einzeln, und wir arbeiteten mit Masken. Einige Kollegen haben noch viel Geld in Lüftungsanlagen sowie in den Außenbereich zur Verlängerung der Saison investiert“, erzählt Weigele. Unverständlich für alle: „Obwohl es keine Anzeichen dafür gibt, dass die Gastronomie ein Pandemietreiber ist, wurde der unserer Meinung nach sichere Restaurant-Bereich geschlossen. Auch auf die Empfehlung vom RKI an die Regierung, die Gastronomie nicht zu schließen, hörte keiner.“ Aktuell bietet Oliver Weigele sein Essen aus einem Imbisswagen direkt vor seinem Lokal an. Samstagabend und Sonntagmittag kann Andreas Moll vom Höhenrestaurant Waldeck auf seine treuen Stammgäste beim Abhol-Service zählen. Neben seinen Festangestellten halten ihm auch seine 25 Aushilfen die Stange und warten, bis es im Februar hoffentlich wieder losgeht. Sabine Ackermann


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