Weilheim und Umgebung

Zwei Dirigenten und drei Orchester

Frühjahrskonzert des Musikvereins Bissingen zeigt breites Spektrum von der Polka Party bis zu bekannten Filmmelodien

Der Musikverein Bissingen präsentierte alle drei Orchester unter den neuen Dirigenten Silke Kreppel und Sergej Saika.

Der neue Dirigent des Bissinger Musikvereins Sergej Saika mit seinen Musikern.Foto: privat
Der neue Dirigent des Bissinger Musikvereins Sergej Saika mit seinen Musikern.Foto: privat

Bissingen. Die Bissinger Gemeindehalle war fast voll, und die Anwesenden waren gespannt, welche Darbietungen das Miniorchester sowie die Jugend- und die Stammkapelle vorbereitet hatten. Seit Jahresbeginn hatten alle drei Orchester eine neue musikalische Leitung erhalten und in der recht kurzen Zeit bis zum Frühjahrskonzert gemeinsam ein buntes Programm erstellt.

Den musikalischen Auftakt bildete das Miniorchester unter der Leitung von Silke Kreppel. Sie hatte mit ihren Musikern drei Stücke von Jacob de Haan vorbereitet: Mit „March along“, „Slow Motion“ und „Cszardas“ stellten die Jungmusiker unter Beweis, dass sie schon in unterschiedlichen Stilrichtungen musikalisch sicher unterwegs sind. Nach andauerndem Applaus und einer Zugabe verabschiedete sich das Miniorchester und machte die Bühne frei für die nächsten Akteure.

Dass die Jugendarbeit des Musikvereins Bissingen vielseitig ist und Früchte trägt, stellte die Jugendkapelle bei ihrem Auftritt unter Beweis: Unter der Leitung von Sergej Saika hatten die Jungbläser sich einiges zum Thema „Filmmusik“ vorgenommen. Große Abenteuer stellten den Auftakt dar: „Great Movie Adventures“, allesamt Melodien von John Williams, große Themen aus den Blockbustern „Star Wars“, „Jurassic Parc“ und „E.T.“ erklangen, gefolgt von „Eye of the Tiger“, dem legendären Thema aus „Rocky III“. „Skyfall“ bildete einen Ruhepol, ehe es spannend mit „Thriller“ von Rod Temperton weiter ging. Auch ein Ausflug in die Welt der Disney-Produktionen stand auf dem Programm: „Frozen – die Eiskönigin“ wurde gefühlvoll dargeboten, ehe sich die Jugendkapelle mit einer „Polka Party“ von ihrem Publikum verabschiedete und nach einer Zugabe die Bühne verließ.

Nach der Pause nahm die Stammkapelle des Musikvereins Bissingen auf der Bühne Platz. Genau wie die Jugendkapelle und das Miniorchester hatten die Stammbläser nur wenig Zeit unter der neuen Stabführung zur Verfügung gehabt, um ein ansprechendes Programm einzustudieren. Zum Auftakt spielte das Stammorchester den eindrucksvollen Marsch „Il Colosseo“ von Luigi di Ghisallo. Nördlich der Alpen wurde die Konzertreise fortgesetzt. Die „Austrian Overture“ von Thomas Doss zeigt die gegensätzlichen Seiten Österreichs. Mit „Crazy Music in the Air“ folgte eines der Frühwerke für Blasorchester von Jacob de Haan. Im ersten Teil, der Air, wurde eine barocke Choralmelodie variiert, ehe im zweiten Teil, der Crazy Music, ein schwungvoller Bossa Nova dargeboten wurde.

Auch das folgende Stück stammte aus der Feder Jacob de Haans: „Oregon“, eine Fantasy for Band, die den Zuhörer auf eine Bahnfahrt über die Northern Pacific Railroad mitnimmt. Noch einmal kehrte die Stammkapelle nach Österreich zurück, denn mit Musicalmelodien aus „Elisabeth“ wurde nun der legendären Kaiserin von Österreich gedacht.

Auch die Stammkapelle wurde mit großem Beifall belohnt und bedankte sich mit einer Zugabe beim Publikum. „Loslassen“ hieß bedeutungsvoll die Polka, die Sergej Saika als letztes Stück ausgewählt hatte, und damit ging der musikalische Teil nahtlos in den geselligen über.kb

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