Zwischen Neckar und Alb

Ab 2025 wird es eng

Elektromobilität In den kommenden zehn Jahren fehlen im Landkreis mehr als zweitausend öffentliche Ladepunkte für E-Autos. Ohne die Privatwirtschaft wird das kaum zu schaffen sein. Von Bernd Köble

E-Ladesäule sind rar. Foto: Markus Brändli
E-Ladesäule sind rar. Foto: Markus Brändli

Mindestens ein Viertel weniger Treibhausgase gegenüber 2017 in den kommenden zehn Jahren. 80 Prozent weniger bis zum Jahr 2050 - so sieht es das Integrierte Klimaschutzkonzept (IKK) für den Landkreis Esslingen vor, das der Kreis gemeinsam mit dem Heidelberger ifeu-Institut entwickelt hat. Weil Klimaschutz als lokale Aufgabe verstanden wird, haben Politik und Verwaltung 26 Städte und Gemeinden aus dem Kreis mit ins Boot geholt. Die haben inzwischen zugeschnittene Steckbriefe erhalten, die ungenutzte Potenziale zeigen ...

nud Eunhefegnmlp muz dlnneHa engeb .enlsol end -wbreeeG ndu niIdasrdttntoeusr lsa dun am snhtteiced ebeietdeslr Lerkiasnd in slltet muscztiKhla enie deseenrob fdnuuerogrerHsa r.ad

'ycctkSe-lg(neSr,ntftreeal' o toe1r tuer, hdw"'i{:t" :0t3h0ih,e"g" 2,50 oinmnie"ds:" 0,[0[3 2]],05 :obil""me e }s;' sEfl)a htge o,nvar nud amn tnmim asd hTeam rne,ts os die kreal cfoahttsB asu emd aatstad,rnLm ow im mberNvoe muz senrte laM neie aiimglznesKunhcatmra rih bziheene dwir. eEni rumah,uztgltKenscia die aresdknLi nud unmmKone ersesb nreevzetn lsl,o dirw mi .nefgol eiD erlgtawunV esith chsi mebi mhTea seblts ufa menie egtun eWg. wZar gitse der druch egkenrieesi rtehnEiugncin 0291 mu 7,5 ztoePnr eneeügrbg dem jhrroVa, eiw uas emd hEgeiirnbetrce g.tehorvher mtiaD eligt rde reiKs c,eodjh temisdnzu saw die enenegi eiZel e,btftfir fua su.Kr

Mhre nreegwi uceheerirEnvbgar in lSnhuec nud ist nie Apsek.t teUwrnhcmelurliefd rkVreeh mi ierdLaksn mti misnee encdtih sti ahmTe eenis an mde tsie Jinu oiverng rehaJs esmmgiena tmi emd esrdDen ieebretatg ridw ndu sad tejtz in erd sdunEsanfg .evirtlog eWi ffahtsc nma -tsAoEu? eWi nkan red kdraenisL nseeni enegei hFkarrpu eiW sehtt es mu eid rrlEfezitkinguie mi sBu- dun evkecihrhS,ernen dun iwe sensal isch nummnKeo udn srhtctiWaf am ebtnse ineibn?nmd Ie nagneevenrg arJh newar kppna oAtsu im reKis aze.nsgesul Der teAinl an tmreornS agl dbaie ebi 035, Poznret. Daitm ietgl edr enidraLsk eiinhrmm uclidteh büer mde rnnscchdtuhBiedstu (2,30 nP).rzeto ollS disee hZal ziggü anches,w trchaub es nei tNez an In ned mdenemkno nJehar hnees ied rdersDen rVxkreeepsetrenh dne enkadisrL fdraü anwppte.eg bA med Jrah 0252 eegdagn rwdi es ge.n isB 3200 fnheel eihr ehmr sal iedzetnasuw katueeLdnp üfr end emorerNbabitl udn 015 lnnhSntldeicse.alotae iaDmt sedie egesnlhcoss werden a,nkn edej Geinedem eenin eingeen fadrslaepnB uzr ir,ngeentrOiu awet ebi edr isAnsweuug dun imeb auB eernu eWor.anqruteih uruLfrrkdatatsine sti nei stag seseirP. uZlam ide nKsoet ied Knummnoe .ndsi ieD raPeln tnezes aedbshl ufaadr, asds ovr aleml ibe dne eeShnntlldacieotanls ied tctsihwvtraiaPrf nde akMtr ned rlesEigsn ardatLn its sda ttjez ieelornvdeg Koepznt inee itiecwgh usradnaenl.Pnguggl ied sed ,Frukrasph in mde 92 nov 99 gusDieantefnhzer mti ieEA-trbn tgatsetsetau rendwe le.soln berA ahuc bie edr Wktirgeitwnnuelce dse rlepnvkeaNhsahr.s regift slael asgt neHzi nniiEe.rg saD tpznoeK neine hnecihgzatnlie k.cilB mI kmndenmeo Jahr llso es nnu na ied ngsuUmezt ni edi asirPx geh.en

Kreistags-Grüne werfen der SPD Populismus beim Klimaschutz vor

Die formulierten Ziele im neuen Klimaschutzkonzept für den Landkreis sorgen für Streit unter den Fraktionen im Kreistag. Das für den Landkreis beschlossene Klimaschutzkonzept sieht eine Verringerung des Energieverbrauchs von 41 Prozent und eine Senkung der Treibhausgas-Emissionen um 79 Prozent bis zum Jahr 2050 vor. Dafür gibt zwei Berechnungs-Szenarien. Eines folgt dem Trend der vergangenen Jahre. Das zweite setzt intensivere Bemühungen auch auf Bundesebene voraus

Die SPD hatte bei der Abstimmung über das Konzept im Juli im Kreistag beantragt, ein drittes Szenario in die Berechnung aufzunehmen und einen unabhängigen Klimabeirat einzuberufen. In einem dritten Szenario sollte ermittelt werden, was im Kreis unternommen werden müsste, um das 1,5-Grad-Ziel des Pariser Klima-Abkommens von 2015 einzuhalten. Ein Ziel, das von Deutschland seitdem klar verfehlt wird. Weil in der Sitzung im Sommer auch die Freien Wähler plötzlich Redebedarf anmeldeten, kam der Antrag im Umweltausschuss jetzt erneut auf den Tisch.

Für Ärger sorgte dabei nicht nur die Tatsache, dass der SPD-Antrag erst kurz vor Beschlussfassung eingereicht wurde. - Noch am Tag der Ausschusssitzung schlossen sich auch die Freien Wähler dem Vorschlag an. Er sei auch praktisch gar nicht umsetzbar, wie die Kreisverwaltung betont. Ein weltweites Ziel auf einen einzelnen Landkreis herunterzubrechen sei völlig unmöglich, betonte Landrat Heinz Eininger am Donnerstag. „Die einzigen, die sich darüber freuen, wären Beratungsinstitute, die teure Berechnungen ohne jede Aussagekraft anstellen,“ meint Eininger, der die Ziele im Kreis als realistisch und ambitioniert bezeichnet.

Harsche Kritik kommt auch von den Grünen, die der SPD blanken Populismus vorwerfen, um jüngere Wähler zu erreichen. „Wir fragen uns, warum dieser Antrag nicht schon 2018 kam , als wir ins Konzept gestartet sind,“ stellte Fraktionssprecher Jürgen Menzel fest. Schließlich seien die Pariser Ziele nicht neu.

Mit mehr Transparenz gegenüber all jenen, denen der eingeschlagene Weg nicht weit genug gehe, begründet SPD-Sprecher Klaus Herzog den Vorstoß. „Wir wollen hier nichts zerpflücken,“ betont er. „Wir finden das Konzept für den Kreis ja gut.“

Der Antrag wurde schließlich mit neun zu zehn Stimmen im Ausschuss abgelehnt. Mit ausschlaggebend waren vier Stimmenthaltungen im Lager der Freien Wähler. bk