Zwischen Neckar und Alb

Äpfel mit Birnen vergleichen

Aktion Im Freilichtmuseum in Beuren geht es am Wochenende um das Thema Streuobst.

Symbolfoto

Beuren. Am Samstag, 14. Oktober, dreht sich im Freilichtmuseum des Landkreises Esslingen in Beuren alles um das Streuobst. Im Schafstall aus Schlaitdorf ist letztmalig die Sonderschau „Obstsorten aus dem Schwäbischen Streuobstparadies“ zu sehen.

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Trotz der in diesem Jahr in vielen Regionen dürftig ausgefallenen Ernte, führt die Schau auf beeindruckende Weise die Vielfalt der regionalen Apfel- und Birnensorten vor Augen. Zusammengetragen und ausgestellt wurden die etwa 100 Sorten in diesem Jahr von den Mitgliedern des Kreisverbandes der Obst- und Gartenbauvereine Esslingen. Sie geben an beiden Tagen Auskunft und Ratschläge zu Obstsorten und zur Obstbaumpflege.

Der Kreisverband der Obst- und Gartenbauvereine Esslingen stiftet die Streuobstsorte des Jahres 2017, den Sonnenwirtsapfel, der um 16 Uhr von der stellvertretenden Landrätin Marion Leuze-Mohr und Christel Schäfer, Vorsitzende des Kreisverbandes der Obst- und Gartenbauvereine Esslingen, gepflanzt wird. Benannt ist die Sorte nach dem Wirt des ehemaligen Gasthauses Sonne in Backnang. Er entdeckte den Zufallssämling in den 1930er-Jahren in seinem Garten und ist Namensgeber des Apfelbaums. Der Baum, der vorwiegend in Baden-Württemberg vorkommt, gilt als äußerst widerstandsfähig gegenüber Krankheiten. Dadurch ist er sehr beliebt als Veredelungsunterlage. Aufgrund seiner Größe und Krone wirkt er landschaftsprägend in der Streuobstwiese.

Apfel ist nicht gleich Apfel, Birne nicht gleich Birne. Am Sams-tag, 14. Oktober, steht von 14 bis 17 Uhr der Pomologe Eckhart Fritz bereit, um mitgebrachte alte Kernobstsorten zu bestimmen. Eine Anmeldung zu der Sortenbestimmung ist nicht erforderlich. Für eine fachgerechte Bestimmung braucht der Fachmann von einer Sorte mindestens drei typische Exemplare. Auch seltene Sorten, die lediglich einen Lokalnamen tragen, sind willkommen.

Eckhart Fritz ist Preisträger der Eduard-Lucas-Medaille. Die Medaille wird vom „Verein zur Erhaltung und Förderung alter Obstsorten“ für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der Sortenerhaltung beziehungsweise der Pflege der Streuobstwiesen vergeben. Fritz gilt als einer der besten Sortenkenner Europas. pm