Zwischen Neckar und Alb

Arbeitslosigkeit geht stark zurück

In den Landkreisen Esslingen und Göppingen gab es im September 15 154 Arbeitslose. Das sind rund fünf Prozent weniger als im Vorjahr. Auch die Entwicklung der Langzeitarbeitslosigkeit ist erfreulich und konstant niedrig.

Göppingen. Nach einem saisonbedingten Anstieg der Arbeitslosigkeit im Juli und August waren im September wieder deutlich weniger Menschen im Bezirk der Agentur für Arbeit Göppingen arbeitslos gemeldet. Damit hat sich die gute Entwicklung, die die Agentur während des gesamten Jahresverlaufs beobachtet hat, mit Herbstbeginn weiter fortgesetzt. „Wie erwartet konnten vor allem jüngere Leute ihre Arbeitslosigkeit nach den Sommerferien beenden, indem sie eine Beschäftigung aufgenommen haben", sagt Leiter der Göppinger Arbeitsagentur Wilfried Hüntelmann: „Das zeigt, dass gut ausgebildete Fachkräfte auf dem Arbeitsmarkt gesucht sind und schnell wieder einen Job finden.“

Der Bezirk der Agentur für Arbeit Göppingen umfasst die Landkreise Esslingen und Göppingen. Insgesamt waren 15 154 Frauen und Männer im vergangenen Monat ohne Arbeit. Das sind 3,4 Prozent weniger als im August, und 4,7 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Arbeitslosenquote lag bei 3,6 Prozent und damit deutlich unter dem Schnitt in Baden-Württemberg.

Erfreulich sei auch die Entwicklung der Langzeitarbeitslosigkeit: Diese ist bereits seit sieben Monaten niedriger als im Vorjahr. Im Landkreis Göppingen ist der Rückgang mit über zehn Prozent besonders deutlich.

Beim Jobcenter des Landkreises Esslingen mit Standorten in Esslingen, Kirchheim, Leinfelden-Echterdingen und Nürtingen hat die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Vormonat um 0,9 Prozent abgenommen und liegt nun bei 6 152. Das sind 2,9 Prozent mehr als im September 2014.

Im September waren 288 Jugendliche unter 20 Jahren arbeitslos gemeldet; das sind 15,3 Prozent weniger als vor einem Monat, und 4 Prozent weniger als im vergangenen September. Bei den jungen Menschen unter 25 Jahren waren es 1 478 Arbeitslose, also 11,2 Prozent weniger als im Vormonat und 16,4 Prozent weniger als im September 2014.

Eine der besten Entwicklungen in Baden-Württemberg

Die Zahl der 50-jährigen und älteren Arbeitslosen ist im Vergleich zum August ein Prozent auf 5 067 Personen gesunken. 4 474 Menschen waren im September seit mindestens einem Jahr bei der Agentur für Arbeit und den Jobcentern arbeitslos gemeldet und galten damit als langzeitarbeitslos. Das sind 26 Personen oder 0,6 Prozent weniger als im Vormonat und 295 also minus 6,2 Prozent weniger als im Vorjahresmonat.

Die Arbeitslosenquote, die auf der Basis aller zivilen Erwerbspersonen berechnet wird, lag im September im Bezirk der Agentur für Arbeit bei 3,6 Prozent und hat sich so kaum verändert. Im Landkreis Esslingen betrug sie 3,5 Prozent. Im September 2014 betrug sie 3,6 Prozent. Der Landkreis Göppingen verzeichnete eine Arbeitslosenquote von 3,8 Prozent. Das sind 0,5 Prozentpunkte weniger als im September des Vorjahres. „Der Abbau der Arbeitslosigkeit im Landkreis Göppingen hat weiter Fahrt aufgenommen. Mit fast zwölf Prozent weniger Arbeitslosen als letztes Jahr sehen wir hier eine der besten Entwicklungen in Baden-Württemberg“, sagt Hüntelmann.

Der Bestand an gemeldeten Arbeitsstellen ist im Vergleich zum Vormonat leicht zurückgegangen. Im September waren 8 774 ungeförderte Stellen beim gemeinsamen Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit und der Jobcenter gemeldet. Das sind freie Arbeitsplätze, die ohne Einbeziehung geförderter Stellen angeboten werden. Das sind zwar 1,1 Prozent weniger als im Vormonat, aber 9,8 Prozentmehr als im Vorjahr. Die Zahl der neu gemeldeten Arbeitsstellen ist im letzten Monat gestiegen: Insgesamt wurden 2 784 Stellen neu gemeldet. Das sind 1,3 Prozent mehr als im August und 8,4 Prozent mehr als im Vorjahresmonat.

Mit dem September endet das sogenannte Berichtsjahr, das von Oktober 2014 bis September 2015 dauert. Hier orientiert sich die Statistik am Schul- und Ausbildungsjahr. Die Daten für September werden Ende Oktober mit Rückblick auf das gesamte Berichtsjahr veröffentlicht. pm

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