Zwischen Neckar und Alb

Auf dem Westweg nach Basel

Wanderer vom Schwäbischen Albverein erkunden den Südwesten

Die erste Hälfte des Westwegs von Pforzheim nach Hausach stemmten sie vor zwei Jahren. Jetzt knackten sie den zweiten Teil im Südschwarzwald.

Mit dem Feldberg sind die Wanderer auf dem höchsten Punkt der Wanderung angekommen.Foto: Erich Haas
Mit dem Feldberg sind die Wanderer auf dem höchsten Punkt der Wanderung angekommen.Foto: Erich Haas

Region. Zu einer alle zwei Jahre stattfindenden Wanderwoche hatte der Schwäbische Albverein im Teck-Neuffen-Gau eingeladen: 2014 war bereits der Westweg im Schwarzwald erwandert worden. Die ersehnte Fortsetzung bis nach Basel erfolgte Anfang Juni.

Per Bahn erreichte die Gruppe den Ausgangspunkt Hausach, wo noch drei Wanderfreunde aus dem Elsass die Gruppe auf 22 Teilnehmer ergänzten. Der erste Anstieg musste aus Zeitgründen mit einem Bus bis zum „Büchereck“ zurückgelegt werden. Dort begann die Etappe bis zum Wintersportort Schonach. Neu erstellte Windkraftanlagen standen auf der Höhe – kaum hörbar – am Wanderweg. Regenwolken versperrten die Aussicht vom Karlstein zur Rheinebene und zu den Vogesen.

Auf der weiteren Tour faszinierte das Naturschutzgebiet „Blindensee“, ein Hochmoor, mit seinen vielen Orchideen alle Teilnehmer. Beim Naturfreundehaus „Brend“ verlängerte ein Gewitterregen den Aufenthalt. Am dritten Wandertag grüßte bereits von der Ferne der höchste Berg des Ländles, der Feldberg, mit kleineren Schneefeldern. Sogar der Ausläufer der Schwäbischen Alb, der Randen, war zu sehen. Zügig ging es an weidenden Kühen und großen Schwarzwaldhöfen vorbei, dem Titisee entgegen.

Am nächsten Tag hatte ein zunächst kräftiger Gewitterschauer bald mit der Wandergruppe Mitleid und ließ nach. So begann der Aufstieg zum Feldberger Hof. Der Gipfel Seebuck wurde dann bequem mit der Seilbahn erklommen, da sich in den Beinen leichte Ermüdungserscheinungen zeigten. Flotten Schrittes erreichte die Gruppe danach den Feldberg-Gipfel.

Erwartungsfroh startete die Gruppe am nächsten Tag zum schönsten Berg des Schwarzwaldes, dem Belchen. Vom ihm war allerdings fast nichts zu sehen, nur die Steigung spürte jeder. Das schönste Quartier, den „Haldenhof“, erreichte die Gruppe nach dem zweistündigen Abstieg vom Belchenhaus. Auch auf den beiden letzten Etappen waren durchaus noch Steigungen zu meistern. Nach der Besichtigung der Burg „Rötteln“ im Markgräflerland ging es der Jugendherberge Lörrach entgegen. Entlang der Wiese führte der Weg zum Endpunkt des Westweges, nach Basel.

Eine Besichtigung mit Stadtführung durch die schöne Basler Altstadt beschloss diese erlebnisreiche Woche, an die sich jeder Teilnehmer noch lange erinnern wird. Jeder kann stolz sein auf die zurückgelegten 170 Kilometer Wegstrecke. Bei der Heimfahrt gab es einen vertrauten Anblick: Der Himmel öffnete wieder seine Schleusen. eh

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