Zwischen Neckar und Alb

Ausflug zum Haigerlocher Atomkeller

Kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges wurde ein atomarer Versuchsreaktor nach Haigerloch verlegt. Dort befindet sich heute ein Museum.

Kreis Esslingen. Zu einem Ausflug in die Weltgeschichte vor der Haustür laden die AG 60Plus im SPD-Kreisverband Esslingen, die SPD Wolfschlugen sowie der Bundestagsabgeordnete und verteidigungspolitische Sprecher der SPD-Fraktion Rainer Arnold am Montag, 29. August, ein. Denn nicht nur in den großen Städten der Region wurde Wissenschaftsgeschichte geschrieben, sondern auch im sonst so beschaulichen Haigerloch. Wegen der Bombardierung Berlins verlegten die Kernphysiker um Werner Heisenberg und Carl Friedrich von Weizsäcker ihren Versuchsreaktor 1944 in den ehemaligen Bierkeller des Schwanenwirts, der damals zum Höhlenforschungslabor umgebaut wurde. Unter den Muschelkalkfelsen fand der letzte Großversuch des Uranprojekts mit dem Namen B8 statt, bei dem eine nukleare Kettenreaktion durch Neutronenbeschuss von Uran in schwerem Wasser herbeigeführt und beobachtet wurde. Beim Ausflug nach Haigerloch soll diese interessante Geschichte bei der Besichtigung des Atomkeller-Museums erzählt werden.

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Das Museum macht mit zahlreichen Schautafeln und Medienstationen die Geschichte um den Forschungsreaktor im „Felsenstädtchen“ erlebbar. Nach einer Führung im Museum gibt es Gelegenheit zum Gespräch mit dem Bundestagsabgeordneten Arnold, bei dem es um die Gefahr atomarer Waffen, das Ziel einer verbesserten Rüstungskontrolle und den deutschen Ausstieg aus der Kernenergie gehen soll.

Abfahrt ist am 29. August um 9.15 Uhr am Esslinger Bahnhof, Altes Zollamt, Fleischmannstraße. Einen weiteren Stopp legt der Bus in Wolfschlugen um 9.45 Uhr am Rathaus ein. Anmelden können sich Interessierte beim Wahlkreisbüro Rainer Arnold unter der Nummer 0 70 22/21 19 20 oder per E-Mail an rainer.arnold.wk02@bundestag.de.pm