Zwischen Neckar und Alb

Bäume pfropfen und Nistkästen für Vögel bauen

Am Samstag, 2. April, gibt es im Freilichtmuseum Beuren rund um das Thema Streuobst zwei Veranstaltungstermine: Um 10  Uhr wird ein Pfropfkurs zur Erhaltung seltener Streuobstsorten angeboten und um 13 Uhr können nach Voranmeldung Nisthilfen gebaut werden.

Beuren. Im Pfropfkurs wird Rudolf Brenkel vom Obst- und Gartenbauverein Altbach die Technik des Pfropfens beziehungsweise Veredelns exemplarisch an zwei Bäumen auf dem Gelände des Freilichtmuseums erklären. Das Museumsdorf inmitten einer ausgedehnten Streuobstlandschaft beherbergt über 500 Bäume, überwiegend alte Apfel-, Birnen-, Kirschen- und Wildobstsorten. Um die Artenvielfalt weiter zu verbessern, werden in diesem Jahr zwei Sorten gepfropft, die bisher noch nicht Teil der Sortenliste sind. Rudolf Brenkel wird Reiser, junge Triebe, von der Herbstfeigenbirne sowie dem Webers Apfel auf eine neue Unterlage pfropfen. Ziel des Pfropfens ist weniger eine Sortenveredelung, als vielmehr der Erhalt dieser raren Sorten. So sind dem Referenten beispielsweise nur noch vier Bäume der Herbstfeigenbirne in Baden-Württemberg bekannt – eine wahre Rarität also.

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Ab 13 Uhr bieten die Mitglieder der Ortsgruppe des Naturschutzbundes Neuffen-Beuren im Freilichtmuseum einen Kurs für Familien zum Bau von Nisthilfen an. Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl ist eine Voranmeldung bis 1. April erforderlich. Die NABU-Mitglieder leiten den Nisthilfebau an und geben Empfehlungen zum Anbringen, nebenbei vermitteln sie auch Wissenswertes rund um die einheimische Vogelwelt.

Das Veranstaltungsprogramm für die Museumssaison 2016 kann kostenlos angefordert werden und ist auf der Homepage des Museums, www.freilichtmuseum-beuren.de zu finden. Anmeldungen sind möglich unter der Telefonnummer 0 70 25/9 11 90-90 oder per ­E‑Mail an info@freilichtmuseum-beuren.de. pm