Zwischen Neckar und Alb

„Berufswelten“ macht Lust auf Ausbildung

Nachwuchs Die Ausbildungsmesse an der Philipp-Matthäus-Hahn-Schule bot Informationen für künftige Azubis.

Der Tanz der Zimmerleute peppte die Messe auf.Foto: Rudi Fritz
Der Tanz der Zimmerleute peppte die Messe auf.Foto: Rudi Fritz

Nürtingen. Zum Besuchermagneten entwickelte sich die zum 15. Mal an der Philipp-Matthäus-Hahn-Schule (PMHS) veranstaltete Messe „Berufswelten“. Viele regionale Firmen präsentierten dabei 200 Ausbildungsberuf.

Im Außenbereich der Berufsmesse fiel den Besuchern die in den Himmel ragende Betonpumpe ins Auge. In den Schulräumen wurden die Gäste von lauten Tönen angelockt. Dahinter verbarg sich die Gruppe „Long Way Home“ aus Göppingen, die zeigte, dass auch die Musik etwas Buntes bieten kann.

Nebenan - das Modell eines Carshapes, mit dem die Philipp-Matthäus-Hahn-Schule 2018 auf der „Automechanika“ in Frankfurt beim Designerwettbewerb „Kreativ gestalten“ vertreten war. Und das mit großem Erfolg, denn das PMHS-Modell belegte unter 25 Schulen aus ganz Deutschland den ersten Platz. „Im Wassertransferdruckverfahren wird der Druck aufs Fahrzeug angebracht“, erklärten die beiden Fachlehrer Steffen Huß und Oliver Sachs den Besuchern.

Ein Augenschmaus, nicht nur für Autofreaks, war der von der Scuderia Sauer Ostfildern ausgestellte knallgelbe Ferrari 458 Italia, in den man sich in der Kfz-Abteilung der PHMS auch hinters Steuer setzen durfte. Nach Holz roch es in den Schulräumen der Tischler, wo selbst Hand angelegt werden konnte, um Bilderrahmen oder Holzfiguren zu basteln.

Nebenan begeisterten die Zimmerer die Gäste mit ihrem Zimmerklatsch, bei dem acht Auszubildende einen Tanz auf einem freischwebenden Dachstuhl vorführten.

Vier neue Grundlagen-Labore

Eine Neuheit präsentierte die Bauinnung Esslingen-Nürtingen. Ein Lastenkran fördert ferngesteuert bis zu 400 Kilogramm Material und trägt damit erheblich zur Schonung der auf dem Bau körperlich beanspruchten Menschen bei.

„Vier neue Grundlagen-Labore in den Fachrichtungen Roboter, Steuerung, Elektro-Grundlagen und CNC-CAD-CAM wurden bei uns eingerichtet“, sieht Schulleiter Wolf Hofmann seine Schule gut für die Zukunft gerüstet. „Der Landkreis Esslingen investiert große Summen in die Weiterentwicklung seiner Schulen“, ergänzte der Dezernatsleiter Infrastruktur des Landratsamts Esslingen, Thomas Eberhard.

Hunderte Schüler und Eltern nutzten am Samstag das reichhaltige Angebot der Schule und der 40 anwesenden Firmen, um sich zu informieren. Angetan von der Vielseitigkeit war der 15-jährige Schüler der Wendlinger Ludwig-Uhland-Schule, Maximilian Haußmann: „Elektronik und technische Berufe haben mich am meisten interessiert“, lautet das Fazit des Neuntklässlers. Rudi Fritz

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