Zwischen Neckar und Alb

Betriebe stellen kräftig ein

Beschäftigung Das Frühjahr belebt den Arbeitsmarkt: In den Landkreisen Esslingen und Göppingen ist die Zahl der Arbeitslosen weiter gesunken. Auch Menschen, die schon lange einen Job suchen, haben derzeit gute Chancen.

Der Schlüssel, um Arbeit zu finden, ist Qualifizierung. Darauf setzen Arbeitsagentur und Jobcenter.Archiv-Foto: Jean-Luc Jacques
Der Schlüssel, um Arbeit zu finden, ist Qualifizierung. Darauf setzen Arbeitsagentur und Jobcenter.Archiv-Foto: Jean-Luc Jacques

Im März hat sich die Frühjahrsbelebung auf dem Arbeitsmarkt fortgesetzt. Die Agentur für Arbeit Göppingen meldet einen weiteren Rückgang der Arbeitslosigkeit in ihrem Bezirk, der die Landkreise Esslingen und Göppingen umfasst. „Auf dem Arbeitsmarkt stehen weiter alle Zeichen auf Stabilität“, sagt Bettina Münz, stellvertretende Leiterin der Göppinger Arbeitsagentur. Insgesamt waren 14 083 Menschen ohne Arbeit. Das ist ein Rückgang im Vergleich zu Februar um 313 Personen oder 2,2 Prozent. Gegenüber März 2018 waren 371 Menschen weniger arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenquote lag unverändert bei 3,2 Prozent.

„Die Betriebe stellten nach wie vor Personal ein. Für unsere Vermittlungsarbeit können wir immer noch auf eine hohes Niveau an Arbeitsstellen zurückgreifen“, informiert Bettina Münz. Besonders erfreulich sei es, dass die Langzeitarbeitslosigkeit deutlich zurückgegangen ist. Als langzeitarbeitslos gilt, wer seit einem Jahr oder länger Arbeit sucht. „Auch Menschen mit einer langen Zeit der Beschäftigungslosigkeit konnten mit dem richtigen Einsatz arbeitsmarktpolitischer Maßnahmen die Chancen nutzen, die der gute Arbeitsmarkt im Moment bietet“, so Münz. Dabei setzen Arbeitsagentur und Jobcenter verstärkt auf Qualifizierung. Sie sei der Schlüssel dafür, Arbeit zu finden und sie auch dauerhaft zu behalten.

3 660 Menschen waren im März seit mindestens einem Jahr bei der Agentur für Arbeit und den Jobcentern arbeitslos gemeldet. Das waren 52 Personen oder 1,4 Prozent weniger als im Vormonat. Im Vergleich zu 2018 ist die Zahl sogar um 266 Personen gesunken. Das entspricht einem Minus von 6,8 Prozent.

Von allen Arbeitslosen im Bezirk der Agentur für Arbeit Göppingen gehörten 6 481 Personen der Arbeitslosenversicherung an und wurden von der Arbeitsagentur betreut. 7 602 Personen waren in der Grundsicherung gemeldet und wurden von den Jobcentern in den beiden Landkreisen betreut.

Im Landkreis Esslingen waren im März insgesamt 9 218 Menschen arbeitslos gemeldet. Das waren 186 weniger als im Februar, was einem Minus von 2,0 Prozent entspricht. Im Vergleich zum Vorjahr waren es sogar 342, also 3,6 Prozent weniger. Die Arbeitslosenquote im Kreis Esslingen betrug 3,1 Prozent. In Kirchheim entsprach sie mit 3,2 Prozent dem Wert im Bezirk. Im März 2018 hatte sie bei 3,2 Prozent gelegen.

228 Jugendliche unter 20 Jahren waren vergangenen Monat arbeitslos gemeldet, drei Personen weniger als vor einem Monat, und vier Personen weniger als vor einem Jahr. Bei den jungen Menschen unter 25 Jahren waren es 1 348 Arbeitslose. Das waren 53 Personen oder 3,8 Prozent weniger als noch im Februar.

Die Zahl der 50-jährigen und älteren Arbeitslosen ist im Vergleich zu Februar um 73 auf 4 928 Personen gesunken. Das entspricht einem Minus von 1,5 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der arbeitslosen älteren Menschen um 2,1 Prozent zurückgegangen.

Von Februar auf März ist die Zahl der arbeitslosen schwerbehinderten Menschen um 3,0 Prozent auf 847 Personen gesunken. 2018 waren es im gleichen Monat 2,7 Prozent mehr.

Insgesamt wurden im Bezirk der Agentur für Arbeit Göppingen im März 3 206 Stellen neu gemeldet. Damit gab es beim gemeinsamen Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit und der Jobcenter 10 913 Stellen, die besetzt werden können. Gegenüber Februar stehen damit 96 Stellen mehr zur Verfügung. Im März 2018 allerdings gab es 855 Stellen mehr. Es ist also ein Rückgang von 7,3 Prozent zu verzeichnen.

Seit Beginn des Berufsberatungsjahres im Oktober vergangenen Jahres wurden der Agentur für Arbeit 5 183 Berufsausbildungsstellen gemeldet, also 4,3 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Bewerberzahlen sind mit bis dato 3 838 um 0,3 Prozent niedriger als im Vorjahr.aa

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