Zwischen Neckar und Alb

Bürgerinitiative fordert Lärmschutz in Köngen

Autobahn Am 4. Juli findet ein Gespräch statt, das die Frage um einen Wall an der A 8 endlich lösen soll.

Köngen. In den letzten Monaten hat die Bürgerinitiative „Lärmschutz jetzt“ in Köngen diverse Einzelgespräche mit Vertretern aus Bund, Land und Gemeinde geführt. Thema war die Errichtung eines Lärmschutzwalls an der A 8 in Köngen, den sich die Initiative wünscht. Am 4. Juli gibt es jetzt ein gemeinsames Gespräch aller relevanten Entscheidungsträger in Köngen.

Für die Bürgerinitiative ist das Ziel dieses Gesprächs, den Lärmschutzwall offen zu diskutieren. Nach dem aktuellen Bundesverkehrswegeplans soll die Autobahn achtspurig ausgebaut werden. Dieses Vorhaben ist inzwischen im vordringlichen Bedarf, hat also hohe Priorität. Die Gesprächsrunde will nach einem Kompromissvorschlag suchen, der die „lärmgeplagten Bürger in Köngen vor gesundheitsgefährdendem Lärm schützt“ - so heißt es in einer Pressemitteilung von „Lärmschutz jetzt“.

Durch die neue Rechtslage, die kurzfristig sämtliche eingeleiteten Maßnahmen der Gemeinde gestoppt hat, werde der Lärmschutzwall im Bereich der Gemeinde Köngen wieder in Frage gestellt.

ICE-Baustelle sorgt für Verkehr

Die Bürgerinitiative, die sich seit Jahren für den Bau eines Lärmschutzwalls einsetzt und inzwischen einen politischen Konsens in der Gemeinde erwirkt hat, sieht nun auf der „Zielgeraden“ den Erfolg ihrer Bemühungen in Frage gestellt.

Seit Monaten gebe es keinerlei Fortschritt mehr, obwohl die Gemeinde per Gemeinderatsbeschluss auch die dafür notwendigen finanziellen Eigenmittel zur Verfügung stellen würde. Die Bürgerinitiative verweist in diesem Zusammenhang auch auf die zeitliche Dringlichkeit, da der Lkw-Verkehr durch die Baustelle an der ICE-Trasse ansteigen werden. Die Betriebe, die den Erdaushub entsorgen, seien laut Informationen der Bürgerinitiative sogar bereit für den Lärmschutzwall Zahlungen an die Gemeinde zu leisten.

Die Bürgerinitiative geht von einem konstruktiven Dialog am 4. Juli aus. Dafür will sie selbst einen Vorschlag in die Diskussion einbringen, der „neben den rechtlichen auch die notwendigen wirtschaftlichen und ökologischen Rahmenbedingungen berücksichtigt“. pm

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