Zwischen Neckar und Alb

Bundeswehr hilft bei der Erfassung von Reiserückkehrern

Aktion Soldaten des Artilleriebataillons 295 sind für drei Wochen für das Gesundheitsamt tätig.

Landrat Heinz Eininger (links) und der Gesundheitsdezernent Christian Baron sind im Gespräch mit Hauptfeldwebel Philipp Linter.
Landrat Heinz Eininger (links) und der Gesundheitsdezernent Christian Baron sind im Gespräch mit Hauptfeldwebel Philipp Linter. Foto: pr

Kreis. Drei Wochen unterstützen 14 Soldaten der Bundeswehr die Arbeit des Gesundheitsamtes in den Räumen des Landratsamtes Esslingen. Die Unterstützung wurde notwendig, da die Mitarbeiter des Gesundheitsamtes die Bearbeitung der sogenannten „Aussteigekarten“ am Flughafen Stuttgart nicht schaffen. „Wir sind froh, dass wir so schnell aus den Reihen der Bundeswehr Unterstützung bekommen“, sagt Landrat Heinz Eininger.

Die Soldaten scannen die Aussteigekarten, die Reiserückkehrer aus Risikogebieten am Flughafen Stuttgart ausgefüllt haben. Sie überprüfen die Angaben auf Vollständigkeit und übermitteln sie dann elektronisch an die jeweils zuständige Ortspolizeibehörde.

„Die Bundeswehr ist dem Amtshilfeersuchen aus dem Sozialministerium sehr gerne nachgekommen“, sagt Philipp Linter. Der Hauptfeldwebel des Artilleriebataillons 295 der Deutsch-Französischen Brigade ist mit seiner Mannschaft von Stetten am kalten Markt nach Esslingen gekommen.

Beim Einscannen der Aussteigekarten spielt die technische Umsetzung nur eine kleine Rolle. Größere Probleme bereitet, dass manche nur unleserlich oder mit unwahren Angaben ausgefüllt wurden. „Hier appelliere ich dringend an das Verantwortungsbewusstsein jedes einzelnen Reisenden“, sagt der Landrat. „Die Aussteigekarten müssen sorgfältig ausgefüllt werden, nicht nur zum Schutz des Reisenden selbst, sondern auch zum Schutz der Bevölkerung allgemein.“

Derzeit werden am Flughafen Stuttgart täglich bis zu 2000 Aussteigekarten abgegeben. Für die Bearbeitung dieser Karten hatte das Gesundheitsamt in der ersten Augustwoche dem Ministerium für Soziales und Integration einen Bedarf an zusätzlichem Personal gemeldet. Das Ministerium ersuchte daraufhin Amtshilfe beim Ministerium für Inneres, Digitalisierung und Migration - und erhielt jetzt Unterstützung durch die Bundeswehr. la

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