Zwischen Neckar und Alb

CDU stellt Markus Grübel auf

Kreisverband kürt 56-jährigen Mandatsträger wieder zum Esslinger Kandidaten für die Bundestagswahl

Ohne Diskussion, ohne Fragen und ohne Gegenkandidaten hat die CDU mit hoher Zustimmung Markus Grübel zum Bundestagskandidaten im Wahlkreis Esslingen bestimmt.

CDU-Kreisgeschäftsführerin Yvonne Bauder gratuliert Markus Grübel zur Wahl zum Bundestagskandidaten für Esslingen.Foto: Gesa von
CDU-Kreisgeschäftsführerin Yvonne Bauder gratuliert Markus Grübel zur Wahl zum Bundestagskandidaten für Esslingen.Foto: Gesa von Leesen

Wernau. Auf der Mitgliederversammlung des Esslinger CDU-Kreisverbands am Freitagabend erhielt der Mandatsinhaber 98 von 101 Stimmen. Nur drei der Anwesenden stimmten gegen ihn. „Ein gutes Zeichen der Geschlossenheit“, befand der Kreisvorsitzende Thaddäus Kunzmann gut gelaunt. Und auch Grübel war hoch zufrieden.

Mit der Kandidatennominierung hat die hiesige CDU den ersten Schritt in Richtung Bundestagswahlkampf getan. Gewählt werden soll im Herbst kommenden Jahres, irgendwann zwischen dem 23. August und 22. Oktober, das genaue Datum wird noch festgelegt. Markus Grübel, der seit 2002 den Wahlkreis stets direkt gewonnen hat, freut sich jetzt schon über das gute Ergebnis und setzt auf einen guten gemeinsamen Wahlkampf auch mit den Kollegen der CSU. Mit der hat es die CDU derzeit nicht leicht, weswegen es am Freitag ein Treffen der Spitzen beider Parteien gegeben hat. Grübel: „Ich hoffe, dass die Friedensverhandlungen in Potsdam sehr erfolgreich sind und unsere Union ihrem Namen gerecht wird.“ Schließlich wolle man geeint marschieren im nächsten Bundestagswahlkampf.

101 CDU-Frauen und Männer aus dem Kreis Esslingen waren zur Wahlkreismitgliederversammlung gekommen. 1 565 Mitglieder hat die Partei aktuell, so Kreisverbands-Geschäftsführerin Yvonne Bauder. Für einen heißen Sommerabend ist das eine gute Beteiligung, wurde allgemein erklärt. Und weil es so heiß war, versuchte der Kreisvorsitzende Thaddäus Kunzmann, mit seiner Sitzungsleitung keine Zeit zu verplempern. „Auf Grußworte verzichten wir“, sagte er unter breiter Zustimmung und schritt umgehend zu den anstehenden Wahlen.

Außer der Bundestagskandidatur von Markus Grübel standen auch die Wahlen der Delegierten für die Bezirks- und für die Landesvertreterversammlungen an, auf denen es um die Landeslisten für die Bundestagswahl gehen wird. Auch diese Wahlen gingen problemlos über die Bühne. Die einzige Verzögerung verursachte der langsame Drucker, der die Stimmzettel aktuell ausdrucken musste. Kunzmann wusste die Lösung: „Erhöhen Sie Ihre Mitgliedsbeiträge, dann kann die Kreisgeschäftsstelle sich einen besseren Drucker leisten.“

In seiner Bewerbungsrede für die Bundestagskandidatur betonte Markus Grübel, dass er trotz gestiegener Arbeitsbelastung – seit 2013 ist er parlamentarischer Staatssekretär im Bundesverteidigungsministerium – Wert darauf lege, im Wahlkreis präsent zu sein. „Ich denke, das ist mir gut gelungen.“ So habe er mehrere Termine mit Schülern gehabt, engagiere sich nicht nur im Bundestag, sondern auch vor Ort für die Themen Hospiz und Palliativmedizin, diskutiere an der Basis über Euro und Flüchtlinge, setze sich für Barrierefreiheit an Bahnhöfen ein, sowie für die innere und äußere Sicherheit. Markus Grübels Fazit: „Wir stehen gut da in Deutschland nach elf Jahren CDU-geführter Bundesregierungen.“ Und das solle man auch selbstbewusst vertreten. „Mir macht meine Arbeit viel Freude, und ich möchte sie mit Eurer Hilfe kraftvoll fortführen“, schloss der 56-jährige Esslinger seine Bewerbung, und dafür gaben ihm seine Parteikollegen und -kolleginnen dann auch ihr Votum.

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