Zwischen Neckar und Alb

Ceramtec sorgt für einen idealen Anlauf

Olympia Der Plochinger Keramik-Spezialist stattet auch 2018 die olympische Skisprungschanze im südkoreanischen Pyeongchang mit seiner „Aloslide Ice“-Technologie aus.

Wenn am 10. Februar 2018 im südkoreanischen Pyeongchang die olympischen Wettbewerbe im Skispringen starten, ist Ceramtec hautnah dabei: Das Unternehmen mit Hauptsitz in Plochingen stattet die Skisprungschanzen für die dreizehnten Olympischen Winterspiele mit seinem keramischen Anlaufspursystem „Aloslide Ice“ aus.

Die Winterspiele in Pyeongchang finden vom 9. bis 25. Februar 2018 statt. Sportler aus 82 Ländern nehmen daran teil. In 102 Wettbewerben und 15 Disziplinen kämpfen sie darum, als die Besten gekürt zu werden. Mit dabei: die Skispringer, deren Wettbewerbe im Alpensia Jumping Park ausgetragen werden. Insgesamt stehen in der Schanzenanlage, die 2009 eröffnet wurde, fünf Mattenschanzen für die Sportler bereit. Für die olympischen Wettbewerbe werden die Normalschanze (90 Meter) sowie die Großschanze (120 Meter) genutzt. Beide Schanzen sind mit der „Aloslide Ice“-Technologie von Ceramtec ausgerüstet.

Das System wurde von der Tochtergesellschaft Ceramtec-ETEC in Lohmar entwickelt und hergestellt. Mit dem Anlaufspursystem springen die Sportler wetterunabhängig stets unter besten Bedingungen. Skisprung-Veranstaltungen seien damit ganzjährig unter beinahe identischen Bedingungen möglich.

„Bei den Olympischen Spielen in Pyeongchang trifft sich die Weltelite des Wintersports. Unser Anlaufspursystem schafft ideale Bedingungen für die Skispringer vor Ort“, sagt Henri Steinmetz, Vorsitzender der Geschäftsführung von Ceramtec. „Wir freuen uns, dass unser System nach den Olympischen Spielen in Sotschi erneut bei einem solchen sportlichen Großereignis zum Einsatz kommt.“

„Aloslide Ice“ hat sich international bereits bei zahlreichen Wettkämpfen bewährt, darunter bei den Olympischen Winterspielen 2006 in Turin und 2014 in Sotschi. Auch auf den Anlagen der Vierschanzentournee in Oberstdorf und Bischofshofen ist das System verbaut.

Der Ein-Spur-Anlauf besteht aus Keramiknoppen, die in einer wissenschaftlich getesteten Anordnung eingebaut sind. Wie Ceramtec erklärt, sorgt ein in die Anlage integriertes Kälteaggregat während der Skisprung-Saison für eine stabile, 20 Millimeter dicke Eisschicht. Die Schicht bildet sich aus Luftfeuchtigkeit an der stark heruntergekühlten Spur. Eis- oder Schneeauftrag von außen ist nicht erforderlich. Mit einer integrierten Fräse und Bürsten lässt sich das Eis präparieren und seine Dicke regulieren. Das System könne unkompliziert von Sommer- auf Winterbetrieb und umgekehrt geschaltet werden. Im Sommerbetrieb wird keine Eisschicht gebildet: Die Springer gleiten direkt auf den Keramiknoppen zum Absprung.

Die olympischen Wettbewerbe in Pyeongchang beginnen mit den Einzelspringen der Herren und Damen von der Normalschanze am 10. und 12. Februar. Daran schließt sich am 17. Februar das Einzelspringen der Herren von der Großschanze an. Den Abschluss bildet zwei Tage später an gleicher Stelle das Mannschaftsspringen der Herren.ez

Über Ceramtec

Das Unternehmen mit Sitz in Plochingen versorgt seine Kunden weltweit mit hochwertigen Keramikprodukten. Sie finden vor allem in der Medizintechnik, Automobilbau, Elektronik, Geräte- und Maschinenbau, Wehrtechnik, der Energie- und Umwelttechnik sowie in der Chemischen Industrie Verwendung. Die Ceramtec GmbH gehört zu den größten internationalen Keramikproduzenten für technisch anspruchsvolle Anwendungen. Das Unternehmen beschäftigt weltweit 3 400 Mitarbeiter. 750 Menschen sind in Plochingen und Ebersbach tätig.

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