Zwischen Neckar und Alb

Das Jusi-Treffen muss ausfallen

Der Jusi bietet eine fantastische Aussicht. Foto: Peter Freier

Vor über 100 Jahren gründeten „die Apis“ auf dem Jusi eine neue Tradition: Gottesdienste draußen und im Grünen zu feiern. Das jährliche Treffen am ersten Sonntag in den Sommerferien gilt als erste Kirche im Grünen. Mit prominenten Rednerinnen und Rednern, buntem Programm für Kinder und Familien und einer weiten Sicht ins „Ländle“ zog der Jusi-Gottesdienst jedes Jahr mehrere hundert Menschen aus nah und fern an. Im Jahr 2019 wurde das 100-jährige Jubiläum mit Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Landesbischof Dr. h.c. Frank O. July gefeiert. Doch als Großveranstaltung wird es die Jusi-Feier 2021 nicht geben. Vieles von dem, was wesentlich für die Veranstaltung ist – Begegnung und Gemeinschaft von Jung und Alt –, wäre nicht oder nur sehr eingeschränkt möglich. Darum findet das Jusi-Treffen am 1. August 2021 nicht auf dem Jusi statt.
Stattdessen werden diejenigen ermutigt, die wie jedes Jahr auf den Jusi gewandert wären, eigene kleine „Jusi-Gottesdienste“ in den Heimatgemeinden zu feiern. „Jetzt ist die Zeit der Gemeinden und Gemeinschaften vor Ort“, so Pfarrer Sebastian Schmauder aus Holzelfingen, einer der Leiter des Jusi-Teams. Ob im Freien oder auf dem „Hausberg“, ob mit Gastpredigern oder in Zusammenarbeit mit anderen Christen, Gemeinden oder Jugendwerken im Ort. – Ein bisschen Jusi-Atmosphäre vor Ort muss sein, draußen, auf Picknickdecken und Bierbänken, in der Natur oder auf dem Kirchhof, einfach im Leben. Getreu dem Motto: „Nicht bestimmt von einem angstvollen Blick in die Zukunft, sondern von einem mutigen Blick aufwärts“, soll dann im kommenden Sommer am 31. Juli die lange Tradition der Jusi-Feiern wieder weitergeführt werden.
 pm


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