Zwischen Neckar und Alb

Das Karussell der Bewerber dreht sich

Wahl Für die Bürgermeister-Nachfolge in Aichwald gab es zunächst keine Kandidaten. Jetzt haben sich mehrere gemeldet.

Foto: pr
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Aichwald. Nach sehr verhaltenem Start kommt nun Bewegung in den Aichwalder Wahlkampf. Am Mittwoch hat Andreas Jarolim (CDU), ein 34 Jahre alter Betriebswirt aus Esslingen, seine Bewerbung für das Bürgermeisteramt abgegeben. Zugleich wagte sich eine andere Kandidatin aus der Deckung: Ilona Maier aus einem kleinen Ort im Südschwarzwald. Die 42-Jährige, die von vornherein nicht als ernsthafte Aspirantin für den Posten einzustufen war, hat ihre Bewerbung noch am Mittwochabend zurückgezogen. Doch Jarolim ist nicht der einzige Kandidat für das Bürgermeisteramt in der Schurwaldgemeinde. Hauptamtsleiter Stefan Felchle gab bekannt, dass ebenfalls am Mittwoch eine weitere offizielle Bewerbung im Schanbacher Rathaus eingegangen ist. Den Namen dürfe er nicht nennen, so Felchle. Nur so viel: Es handele sich um einen amtierenden Bürgermeister aus dem Landkreis Esslingen. Er bestehe darauf, dass seine Bewerbung bis auf Weiteres anonym bleibt. Wann der ominöse Bewerber seine Identität preisgibt, sei unklar. Die offizielle Bewerbungsfrist geht bis Montag, 18. Februar, um 18 Uhr.

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Es wird wild spekuliert

Ein gewählter Bürgermeister möchte seinen Job aufgeben, um in einem anderen Ort Rathauschef zu werden? Dafür könnte es zwei Gründe geben: Entweder strebt er eine höhere Gehaltsgruppe an, oder er ist mit der eigenen Stelle unzufrieden. Über die Motive für einen Wechsel lässt sich trefflich spekulieren. Wo im Landkreis Esslingen gibt es einen solchen Rathauschef? Es wird gemunkelt, es könne ein Amtsinhaber aus dem Nürtinger Raum sein; angeblich ein Mitglied der Freien Wähler.

Dieser rätselhafte Mann scheint aber nicht der Einzige zu sein, der nach dem Chefposten im Schanbacher Rathaus strebt. Wie Hauptamtsleiter Felchle berichtet, haben sich in den vergangenen Tagen mindestens zehn weitere Aspiranten bei ihm gemeldet, die sich den Job des Bürgermeisters vorstellen könnten.

Wie viele dieser potenziellen Aspiranten tatsächlich Bewerbungsunterlagen einreichen werden, ist völlig unklar. Doch ist davon auszugehen, dass die Aichwalder mehr als einen Bewerber auf dem Stimmzettel haben werden, wenn sie am Sonntag, 17. März, zur Wahl gehen. Diese wurde notwendig, weil der bisherige Amtsinhaber Nicolas Fink (SPD) Anfang 2019 nach zwölf Jahren im Amt das Landtagsmandat von Wolfgang Drexler aus Esslingen übernommen hatte. Harald Flößer