Zwischen Neckar und Alb

Das Team fürs Sommerfest steht

Neuorganisation Neun Gastronomen wollen nach dem Aus des Zwiebelfests den „Esslinger Sommer“ gemeinsam auf die Beine stellen. Nach einem holprigen Start soll es nun um Sachthemen gehen. Von Christian Dörmann

Statt Zwiebelfest soll es 2019 und 2020 auf dem Marktplatz ein Sommerfest geben.Archiv-Foto: Robin Rudel
Statt Zwiebelfest soll es 2019 und 2020 auf dem Marktplatz ein Sommerfest geben.Archiv-Foto: Robin Rudel

Das Team für das geplante Sommerfest in diesem und im nächsten Jahr auf dem Marktplatz ist komplett: Acht Esslinger Gastronomen und eine Kollegin aus Stuttgart-Uhlbach wollen den „Esslinger Sommer“ stemmen und gemeinsam einen Antrag beim Ordnungsamt einreichen. Dafür haben sich die Wirtsleute zu einer Arbeitsgemeinschaft zusammengeschlossen. Ob der Arbeitstitel „Esslinger Sommer“ schon der endgültige Name für das wird, was die Gastronomen da im kommenden und im darauf folgenden August planen, wird sich weisen. Fest steht nach den Worten von Salvatore Marrazzo, dem Chef von Accanto und Cosmopolita, allerdings, dass sich die neu gegründete Gemeinschaft nun mit Volldampf hinter das Ziel klemmen will, das kulinarische Fest auf dem Marktplatz wirklich wahr werden zu lassen.

Kurzzeitig hatte es so ausgesehen, als ob sich die Interessen aller Beteiligten nur schwer unter einen Hut bringen lassen würden. Nun jedoch habe sich „ein schlagkräftiges und erfahrenes Team“ zusammengefunden, das sich dem Interimsprojekt „Esslinger Sommer 2019 und 2020“ annehmen wolle, informiert Salvatore Marrazzo, der von den Wirten einstimmig zum Sprecher der neuen Gemeinschaft gewählt worden ist.

Für Christian List und Steffen Kauderer vom „Roten Hirsch“ und für Annette Currle als einziger Vertreterin von außerhalb Esslingens ist der Esslinger Marktplatz als kulinarische Plattform kein Neuland. Als ehemalige Zwiebelfest-Wirte kennen sie die Verhältnisse. Auch die Weinstube Eißele war beim Zwiebelfest dabei, bevor sich die Zwiebelfest GmbH und das Eißele im Streit trennten.

Apropos Streit: Der soll innerhalb der neuen Wirte-Formation nicht nur für die Zeit des Übergangs bis 2021, wenn die Esslinger Stadtmarketing und Tourismus GmbH (EST) die Nachfolgeveranstaltung für das Zwiebelfest in ihre Verantwortung übernimmt, ausgestanden sein. Der Blick richte sich nun auf die vielen anstehenden Aufgaben. Vom 2. bis zum 12. August soll das Sommerfest dieses Jahr über die Bühne gehen. Geplant sind neun Standflächen auf dem Marktplatz und einem Teil des Rathausplatzes. Geboten werden soll ein vollgastronomisches Angebot mit Küche, Servicepersonal, Porzellan und Glas. „Das kulinarische Angebot wird im Gegensatz zum Vorgänger ,Esslinger Zwiebelfest’ durch die Zusammensetzung der Beschicker deutlich vielfältiger“, sagt Salvatore Marrazzo. Wichtigstes Ziel sei es, den Esslingern und auswärtigen Gästen „ein kulinarisch besonderes Sommerfest auf dem schönen Esslinger Marktplatz zu bieten“. Die Zeit bis dahin ist für ein Fest dieser Größe und angestrebten Qualität sehr knapp bemessen. „Eine sportliche Herausforderung“, weiß Marrazzo, und deshalb gelte es nun, keine Zeit zu verlieren. Die ersten Aufgaben seien schon an die Wirtskollegen verteilt worden, damit es beim nächsten Treffen konkret werden kann. „Jetzt geht es erst einmal um Sachthemen, um den städtischen Anforderungen und Fragen zu begegnen und die Finanzierung und Organisation sicherzustellen.“

Noch ist die Entscheidung, ob die neue Wirte-Gemeinschaft dieses und nächstes Jahr auf dem Marktplatz zum Zuge kommt, nicht gefallen. Denn bis zum 31. März können auch andere mögliche Veranstalter ihren Hut in den Ring werfen und einen entsprechenden Antrag stellen. Am Ende entscheidet der Gemeinderat darüber, wer den Marktplatz bis zur endgültigen Version des ehemaligen Zwiebelfestes bespielen soll.

Achtmal Esslingen und einmal Uhlbach

Den „Esslinger Sommer“ wollen diese Gastronomen bestreiten: Salvatore Marrazzo: Accanto und Cosmopolita Oliver Bremer: Weinstube Eißele und Goldener Ochse Annette Currle: Currles Culinarium Kay Rügner: Dulkhäusle und Gambrinus Fotios Anastasiou: Fleischmanns Ioannis Siavilas; Joe Penas Savvas Savvidis: Jack Moody’s Thomas Kielmeyer: Kielmeyers Besen Steffen Kauderer und Christian List: Der Rote Hirschdör

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