Zwischen Neckar und Alb

Das wird ein starkes Finale

Weihnachtsmarkt Die Esslinger Marktbetreiber und Organisatoren ziehen eine positive Bilanz von Weihnachts- und Mittelaltermarkt. Auch Asiaten zählen vermehrt zu den Besuchern. Von Barbara Scherer

Trara, Weihnachten ist bald da: Die Markt-Organisatoren sind stolz auf das Musik- und Kulturprogramm. Foto: Roberto Bulgrin
Trara, Weihnachten ist bald da: Die Markt-Organisatoren sind stolz auf das Musik- und Kulturprogramm. Foto: Roberto Bulgrin

Zwei Markttage stehen noch bevor. Aber schon jetzt ziehen die Organisatoren des Esslinger Weihnachts- und Mittelaltermarkts eine positive Bilanz. Und sie erwarten noch ein starkes Finale am Wochenende. Der Weihnachts- und Mittelaltermarkt läuft seit 26. November und endet am morgigen Sonntag um 18 Uhr, der Adventsmarkt in der Ritterstraße und am Postmichelbrunnen läuft an diesem Tag sogar noch bis 20.30 Uhr.

Ganze vier Wochenenden und ein besonders starker Auftakt lassen die Esslinger Stadtmarketing und Tourismus (EST) als Marktorganisatorin zufrieden aussehen. Die ersten zwei Wochen seien bei manchen Ausstellern die umsatzstärksten überhaupt gewesen, erklärte EST-Geschäftsführer Michael Metzler. Die zwei folgenden Wochen hätten zuweilen unter dem regnerischen Wetter gelitten.

Reichhaltiges Kulturprogramm

Unter dem Strich fällt die Bilanz aber positiv aus. „Es ist die Qualität des Markts, die die Besucher nach wie vor anzieht“, erklärt Metzler. Schließlich kämen 25 Prozent des gesamten Etats dem Kulturprogramm zugute. So sind in diesem Jahr 50 szenebekannte Künstler in Esslingen aufgetreten, rund 500 Programmpunkte kultureller Art standen auf dem Programm. Auch Handwerksvorführungen und Workshops zögen die Menschen an. Metzler sieht die Qualität des Markts in der Bewertungsplattform des Online-Auftritts widergespiegelt. 4,7 von fünf Punkten nannte er einen „Topwert“. Laut Metzler schätzen Behörden und Veranstalter die Besucherzahl auf etwa eine Million.

„Wir setzen nicht auf reinen Konsum, sondern auf Interaktion“, ergänzt Marktleiterin Petra Pfeiffer. Sie gibt auch zu bedenken, dass es Jahr für Jahr eine Herausforderung darstelle, geeignete Handwerker zu finden. Fast alle Workshops seien ausgebucht gewesen.

An der Gestaltung wird jedes Jahr weiter gefeilt. Architekt Jörg Schall, der technische Leiter des Markts, berichtet von einer kleinteiligeren Struktur vor dem Alten Rathaus und am Hafenmarkt. Mehrere kleine Stände statt weniger größere seien gut angekommen. Sieben neue Stände gab es sowie eine gut bespielte Bühne. Die Marktorganisatoren waren auch froh über die gute Auslastung während der Woche. So hätten sich die Besucher nicht so stark auf die Wochenenden verlegt. Viele Gäste aus dem Ausland werden jedes Jahr registriert. In diesem Jahr fielen den Marktmachern vermehrt Menschen aus Ostasien und Indien auf.

Auch Til Maehr, der Veranstalter des Adventsmarkts in der Ritterstraße und am Postmichelbrunnen, zieht eine überwiegend positive Bilanz. Der Markt, der nur an den Adventswochenenden stattfindet, legt den Schwerpunkt auf Kunsthandwerk und ein wenig Gastronomie. „Die Mischung kommt bei den Besuchern gut an, und unsere Aussteller sind zufrieden“, sagt Maehr. Ein wenig allerdings habe das nasse Wetter an den Wochenenden den guten Verlauf gestört.

Neues Abstellquartier gesucht

Zum Schluss warfen die Veranstalter noch einen Blick auf das nächste Jahr: Der Weihnachts- und Mittelaltermarkt wird anno 2020 vom 24. November bis zum 22. Dezember stattfinden und damit wieder vier Wochenenden umfassen. Allerdings gilt es, ein neues Abstellquartier für die Aussteller zu finden. Das aktuell genutzte Gelände hinter den Stadtwerken will die Stadt nicht mehr zur Verfügung stellen, da dort mit dem Neubau der Fachhochschule begonnen werden soll.

Immer beliebter auch bei Touristen aus Fernost: Kuriko und ihre Mutter sind begeistert vom Esslinger Weihnachtsmarkt. Foto: Amel
Immer beliebter auch bei Touristen aus Fernost: Kuriko und ihre Mutter sind begeistert vom Esslinger Weihnachtsmarkt. Foto: Amelie Pyta
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