Zwischen Neckar und Alb

Der Bau der neuen ICE-Brücke schreitet voran

8 500 Kilo wiegt jeder der 14 Stahlträger, die am Samstag von der neuen ICE-Brücke in Wendlingen entfernt wurden. Krytzner
8 500 Kilo wiegt jeder der 14 Stahlträger, die am Samstag von der neuen ICE-Brücke in Wendlingen entfernt wurden.

Im November 2018 ist das Traggerüst an der Eisenbahnüberführung Neckartalbahn in Wendlingen eingebaut worden. Während der vergangenen Monate entstand der Überbau aus Beton. Am Freitagabend sperrte die Deutsche Bahn nun die Gleisanlage und die Oberleitung auf der Strecke von Wendlingen nach Nürtingen, damit das Traggerüst wieder ausgebaut werden konnte. Wie Projektleiterin Esther Fuchs sagte, begann der Abbau der Stahlträger zwar mit zwei Stunden Verspätung, „aber wir sind gut im Zeitplan“. Die Streckensperrung war sicherheitshalber bis Montagfrüh um vier Uhr vorgesehen, konnte aber durch den guten Fortschritt der Abbauarbeiten früher wieder aufgehoben werden. Für die 20 Mitarbeiter an der Brücke galt es, mit einem 200-Tonnen-Autokran die 14 Träger schnell und sicher vom Betonüberbau zu entfernen. Jeder dieser Träge hat eine Länge von 25 Metern und wiegt 8,5 Tonnen. Die Projektleiterin betont: „Solche Sperrpausen finden typischerweise immer übers Wochenende statt, da in der Zeit am wenigsten Zugverkehr herrscht.“ Für die Arbeiten wurden eine Tag- und eine Nachtschicht eingeplant. „Wir arbeiten 24 Stunden durch“, erklärte Esther Fuchs. Sobald die Brücke und die ICE-Trasse fertig sind, sollen Züge mit 250 Stundenkilometern über die neue Brücke fahren können. Text und Foto: Thomas Krytzner


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