Zwischen Neckar und Alb

Der Biber hinterlässt Spuren

Umwelt Zwischen Neckarhausen und Nürtingen haben die Nagetiere ihre eindeutige Visitenkarte abgegeben.

Direkt am Ufer bei Neckarhausen hat sich der Biber einen großen Baum ausgesucht.
Direkt am Ufer bei Neckarhausen hat sich der Biber einen großen Baum ausgesucht.

Nürtingen. Nachdem eine Biberfamilie Anfang letzten Jahres am Beutwangsee gesichtet wurde, steht jetzt auch zumindest ein Baum am Neckar zwischen Neckarhausen und Nürtingen auf dem Speiseplan der Nager. Zu sehen sind sie so gut wie nicht, denn Biber sind in der Dämmerung und nachts aktiv. Die Spuren allerdings sprechen eine deutliche Sprache. Kegelförmig wird der Baum unten an- oder auch durchgenagt. So kommen die Biber an die jungen Äste und Triebe in den Baumkronen, die auf ihrem Speiseplan stehen.

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Nicht nur am Neckarhäuser Beutwangsee, auch an den Unterensinger Seen wurden die Nagetiere von Anglern schon gesichtet. Vielleicht kann das auch als Indiz dafür gelten, dass Biberfamilien doch hier sesshaft geworden sind und nicht nur auf der Durchreise waren.

Allerdings birgt der nächtliche Tatendrang der Biber auch Gefahren. Wenn der mächtige Baum am Neckar durchgenagt ist und umfällt, rummst es ordentlich. Da sich in Neckarhausen links des Neckars in direkter Nähe Wohnhäuser und auch die Bundesstraße 297 befinden und auf der rechten Seite der Neckartalradweg verläuft, könnte der Biber für Probleme sorgen.

„Die Gemeinde ist in der Verkehrssicherungspflicht“, sagte Neckarhausens Ortsvorsteher Bernd Schwartz schon letztes Jahr. Manche großen Bäume wurden bereits mit Drahtmanschetten geschützt, die auch den Biberzähnen standhalten. Jürgen Holzwarth