Zwischen Neckar und Alb

Der erste Stich ist getan

Musik Beim Blasmusikzentrum in Plochingen beginnen die Bauarbeiten.

Der Nachwuchs schwingt den Spaten. Foto: Thomas Krytzner
Der Nachwuchs schwingt den Spaten. Foto: Thomas Krytzner

Plochingen. Lange sah es so aus, als ob aus dem Traum des Blasmusikverbandes Baden-Württemberg für ein neues Musikzentrum nichts wird. Die finanziellen Mittel reichten auch mit den vorgesehenen Summen aus der Politik hinten und vorne nicht. Die Mitglieder des Landtags einigten sich schließlich auf eine Förderung über 16 Millionen Euro für den Neubau des Musikzentrums. Dort erfolgte nun der Spatenstich.
Normalerweise greifen die Vertreter aus Politik und Verbänden selbst zum Werkzeug, wenn es um fotowirksame Spatenstiche geht. Nicht so in Plochingen. Dort durften Kinder ans Werk. Verbandspräsident Rudolf Köberle erklärte die unkonventionelle Vorgehensweise: „Der Nachwuchs ist für uns eine wichtige Stütze und das Musikzentrum bauen wir ja in erster Linie für die Jugend.“ Da durften fünf Kinder und Jugendliche von der Stadtkapelle Plochingen zu Schaufel und Bagger greifen, um den Spatenstich zu vollziehen. Allerdings nicht ohne genaue Beobachtungen der anwesenden Prominenz. Dafür gab es vom Blasmusikverband für die erledigte Spatenarbeit eine große Tafel Schokolade.
Der Standort Plochingen sei ideal für die Akademie. „Die Stadt ist von überall gut erreichbar. Sie können Plochingen mit Bahn, Bus und Auto sehr gut erreichen. Und wenn die Neckarschleuse verlängert ist, besteht zudem die Möglichkeit, mit dem Schiff nach Plochingen zu kommen“, sagte Andreas Schwarz, Fraktionsvorsitzender der Grünen. Staatsministerin Petra Olschowski bedauerte, dass sie nicht gleich den Bewilligungsbescheid des Landes für den Bau im Gepäck hatte, machte aber Hoffnung, dass hier keine Hürden mehr im Weg stehen würden. Thomas Krytzner

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