Zwischen Neckar und Alb

Der Knigge für Besucher des Waldes

Benimmregeln Das Forstamt bittet Mountainbiker, Reiter, Geocacher und Hundebesitzer, sich rücksichtsvoll zu zeigen.

Waldtiere brauchen Ruheräume.
Waldtiere brauchen Ruheräume.

Kreis. Jeder darf zu seiner Erholung den Wald frei betreten, aber: Er muss sich so verhalten, dass die Lebensgemeinschaft Wald und seine Bewirtschaftung nicht gestört wird. So ist es im Landeswaldgesetz verankert. Querfeldein fahrende Mountainbiker, die Waldbestände nach Belieben durchqueren, Geocacher, die selbst in der Nacht den Wald nach Caches durchkämmen, Reiter, die abseits der Fahrwege unterwegs sind, diese Aktivitäten sind damit nicht gemeint. Wald soll Holz liefern, Tieren und Pflanzen Lebensraum bieten, für saubere Luft, ausgeglichenes Klima und frisches Wasser sorgen. Und er bietet Raum für vielerlei Erholungs- und Freizeitaktivitäten. Ohne Rücksichtnahme tun sich aber viele Konfliktfelder auf.

Radfahren ist nur auf befestigten Wegen über zwei Meter Breite gestattet. Wer „offroad“ unterwegs sein will, darf dies nur auf Strecken, die explizit als Mountainbiketrails ausgewiesen sind. Immer wieder erleben Jäger, dass Biker in der Dämmerung direkt unter Hochsitzen durchfahren. „Das ist schlicht illegal“, so das Forstamt, „und kann geahndet werden“.

Aber nicht nur Mountainbiker fallen durch rücksichtsloses Verhalten auf. Auch moderne Schatzsucher, die Geocacher, werden immer wieder zum Problem. Ziel der Trendsportart ist es, im Wald versteckte Schatzkästchen per GPS-Gerät zu orten und zu finden. Allerdings sollte dieses Hobby unbedingt auf die Tagesstunden beschränkt bleiben, da ansonsten Tiere gestört werden. Außerdem kann es für die Schatzsucher in der Jagdsaison selbst gefährlich werden, da sie im Unterholz schnell mit einem Wildtier verwechselt werden können. Ein weiterer Knackpunkt: Geocacher gehen meist auf direktem Weg zum Ziel, ohne Rücksicht auf den Flurschaden, den sie dabei anrichten. Deshalb gilt die Bitte, Caches nur nahe an den Wegen zu verstecken.

Und schließlich müssen auch Hundebesitzer einen Beitrag zu einem guten Miteinander im Wald leisten. Zwar besteht in der Regel kein grundsätzlicher Leinenzwang für die Vierbeiner, jedoch erinnert das Forstamt daran, dass jeder Hund von Natur aus ein Jäger ist und dieser Urinstinkt immer wieder aufbricht. Hunde sind deshalb auf jeden Fall unter Kontrolle zu halten, und es muss gewährleistet sein, dass sie auf den Wegen bleiben.pm

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