Zwischen Neckar und Alb

Der Köngener Jazz-Club beschert sechs Glücksmomente

Musik Gleich mehrere hervorragende Künstler und Bands präsentieren im Schloss in Köngen ein abwechslungsreiches Programm.

Soleil Niklasson kommt zum Auftakt der Köngener Jazzsaison mit ihrer Band ins Schloss. Foto: Merzuka

Köngen. Der Jazzclub Köngen hat wieder ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt. Das erste Konzert des Jahres findet am kommenden Freitag, 28. Januar, um 20 Uhr statt. Zu Gast ist das Soleil Niklasson Quintett. Im Zentrum steht die aus Chicago stammende charismatische Sängerin. Schon als Kind wurde sie gemeinsam mit dem legendären Oscar Brown Jr. mit dem Chicago/Midwest Emmy ausgezeichnet und arbeitete als Background-Sängerin für Musiker wie Linda Hopkins und Rod Stewart.

Die Freunde des Gypsy-Jazz sollten sich den 25. Februar freihalten. Dann ist das Gismo-Graf-Trio mit der Sängerin Cheyenne Graf zu Gast. Gismo Graf kommt aus einer Musikerfamilie, sein Vater ist Joschi Graf. Die Musik von Django Reinhardt, dieses begnadeten französischen Jazz-Gitarristen, beeinflusste Vater und Sohn. Vor zehn Jahren gründeten sie mit dem Kontrabassisten Joel Locher das Trio. Das Ziel: dem Sound des Vorbilds ein zeitgenössischeres Gewand zu verleihen. 

Bei Jam-Sessions entstehen ja manchmal die schönsten Ideen. So auch bei switalo jazz, der Schweizer Formation, die am 25. März in der Schlosskapelle in Köngen auftritt. Ihr Repertoire besteht aus Standards des Great American Songbooks, aber auch aus Eigenkompositionen.

Bereits im Programm des vergangenen Jahres war die Niederländerin Masha Bijlsma mit ihrer Band und dem herausragenden Posaunisten Bart van Lier angekündigt. Corona machte dem Konzert einen Strich durch die Rechnung. Nun dürfen sich Jazzfans am 29.  April auf das Nachholkonzert freuen. Masha Bijlsmas bring Bart van Lier, einen Posaunisten, mit nach Köngen. Das Konzert im Schloss ist der amerikanischen Sängerin Abbey Lincoln gewidmet.

Wer traditionellen Jazz mag, ist am 20. Mai in Köngen an der richtigen Adresse. Die Barrelhouse-Jazzband bietet New-Orleans-Stil und Swing. Zwischendurch könnte aber auch „Let it be“ von den ­Beatles erklingen. In ihrer 68-jährigen Bandgeschichte hat sich die Barrelhouse-Jazzband das Grundsätzliche bewahrt, nämlich kompromisslos Jazz zu spielen. Diese Hingabe an den schwarzen Jazz brachte ihnen die Ehrenbürgerschaft von New Orleans ein.

Im Juni schließlich kommen Piano-Fans voll auf ihre Kosten. Der Stuttgarter Pianist Thilo Wagner hat am 24. Juni seinen Auftritt im Schloss und bringt Jean-Philippe Wadle (Kontrabass) und Gregor Beck (Drums) mit. Das Trio wird die Musik des großen Oscar Peterson darbieten. Der Kanadier Peterson galt als einer der Pianisten mit den flinksten Fingern. Duke Ellington nannte ihn den Maharadscha der Tasten. Sylvia Gierlichs

 

Info Die Konzerte des Köngener Jazzclubs finden immer am letzten Freitag eines Monats statt. Beginn ist um 20 Uhr. Tickets gibt es online unter www.jazz-club-schlosskoengen.de, jedoch immer erst nach dem vorangegangenen Konzert. Es gelten die Bestimmungen der jeweils gültigen Corona-Verordnung des Landes. 

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