Zwischen Neckar und Alb

Der Neubau steht vor der Tür

Versammlung Das GARP-Bildungszentrum hat nicht so viel Umsatz gemacht, wie erhofft. Dafür ist der Standort auf gutem Weg.

Kreis Esslingen. Eigentlich habe GARP für das Jahr 2016 mehr Umsatz erwartet: „Wir wollten stärker wachsen, das ist uns aber nicht gelungen“, stellte Waiblinger fest. Dennoch, das Bildungszentrum sei gut aufgestellt und habe bei fast gleichem Umsatz wie im Jahr 2015 im vergangenen Jahr ein Ergebnis mit 17 000 über Plan. „GARP hat eine gesunde Struktur. So konnten wir zum Beispiel die Eigenkapitalquote auf 21,3 Prozent steigern“, berichtete der Geschäftsführer bei der Mitgliederversammlung.

Das Ergebnis, so Waiblinger, zeige, dass das breite Spektrum an Bildungsangeboten und die Flexibilität von GARP sehr erfolgreich seien. In Plochingen, Ruit, Nürtingen und Göppingen sorgt GARP als eines der größten beruflichen Berufsbildungszentren in Baden-Württemberg für ein breites Bildungsprogramm. Einen Grund dafür, dass die höher gesteckten Ziele nicht erreicht wurden, legte Waiblinger der Versammlung dar: In der Studienakademie, die Angebote an private Kunden macht, gab es einen Rückgang von 7,8 Prozent. „Private Kunden halten sich derzeit zurück, bei den Meister- und Technikerkursen läuft es dagegen weiterhin sehr gut.“ Es brumme auch nach wie vor in der Unternehmensakademie.

„Sehr erfreulich“, so Waiblinger, sei es, dass GARP seit kurzer Zeit mit der Käthe-Kollwitz-Schule und mit dem Beruflichen Ausbildungszentrum eine Berufsorientierung für junge Flüchtlinge anbietet. Sein Fazit: „Es ist beeindruckend, wie hoch motiviert diese jungen Menschen sind.“ Die IHK-nahe Bildungseinrichtung übernimmt nach wie vor auch für karitative Organisationen die monatlich durchgeführten Kompetenzfeststellungen mit geflüchteten Menschen.

Digitalisierung vorantreiben

Weiterhin wird für Flüchtlinge eine achtwöchige Grundqualifizierung im Bereich Metall samt integrierter Sprachförderung und sozialpädagogischer Betreuung angeboten. Die fortschreitende Digitalisierung der Wirtschaft steht ebenso im Fokus von GARP. Seit Anfang 2017 ist GARP in dem vom Land geförderten Projekt„Digitalisierung und berufliche Weiterbildung“ unterwegs. Dabei gehe es gerade bei kleinen und mittleren Unternehmen darum, diesen den Mehrwert klarzumachen und die Angst vor Veränderung zu nehmen.

Erfreuliches konnte der Geschäftsführer zum Thema Standort Nürtingen erzählen. Nach Jahren der Suche habe man ein geeignetes Grundstück neben dem Hölderlin-Gymnasium in Nürtingen gefunden. 17 Preisrichter haben inzwischen die besten Entwürfe von 21 Architekten ausgesucht. Bald sollen weitere Gespräche stattfinden. pm

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